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AnthoAlice – Finale – Freudensprünge

Und wieder ist ein Monat rum und ich freue mich, das Finale der letzten Runde zu präsentieren. Eine ruhige Runde mit wenigen, dennoch superschönen Beiträgen. Ich freue mich sehr, sie euch präsentieren zu dürfen.

Karl mit Aphorismen,

dergl mit Die Fremden,

Veronika mit Freudensprüngen,

und ein bisschen nachgezügelt Corly mit Freudenschrei

Sollte ich jemanden übersehen haben, so brülle er bitte laut und vernehmlich.

Ansonsten verabschiede ich mich mit AnthoAlice ins Sommerpäuschen. Wenn die Tage kürzer werden und der Nebel über die Wiesen streicht, machen wir weiter.

Alice

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AnthoAlice – Utopia – Finale

Ihr Lieben,

Der Monat ist rum und die Auswertung steht an. Zehn wunderschöne Beiträge haben den Weg zu mir gefunden. Ich habe alle mit großer Begeisterung gelesen und mich an ihnen erfreut.

Das Thema Utopie ist ein wenig sperrig gewesen, das war mir bewusst. In der heutigen Zeit ist es vielleicht aber ganz sinnvoll, einmal nach vorne zu spekulieren, was da so auf uns zukommen könnte.

Da es bei mir ein wenig unordentlich wurde, habe ich beschlossen, ein wenig Übersicht einziehen zu lassen.

Am Ende des Monats gibt es jetzt zwei Beiträge. Einmal ein Finalbeitrag, das ist dieser hier. Dort dürft ihr in den Kommentaren eure Begeisterung für die tollen Beiträge lassen und einen mit dem neuen Thema. Eure Links kommen dann in die Kommentare der neuen Runde – also hier!

In diesem Monat haben mitgemacht:

Jeraph mit Utopia – eine FamilieEine Tür,

Schreibenwärmt mit SozialarbeiterinnenApp im Jahr 2038,

Meine Wenigkeit mit In einer kleinen Stadt,

Corly als Nachzügler zum Thema Erinnerungen mit Erinnerungen, und aktuell zu Utopia mit Kleine heile Welt

Caroline mit Utopia IDer letzte Sonnenuntergang,

Katha mit Verbrannte Erde,

Karl mit Miteinander,

Veronika mit Utopia,

Wer sich anschließen möchte, sei willkommen und findet Regeln und Thema hier.

Sollte ich einen Beitrag übersehen haben, bitte melden!

Alice

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AnthoAlice – Freudensprünge – 15.6.19 – 15.7.19

Ihr Lieben,

die nächste Runde meiner Blogparade steigt. Was bringt euer Herz zum Jubeln, wann kitzelt es im Bauch, dass ihr Freudensprünge machen wollt? Ob die Liebe, ein Erfolg, ein Glücksgriff, ein Erlebnis mit Menschen oder Tieren, ich bin gespannt auf eure Geschichten (bis ca. 400 Wörter), Bilder, Zeichnungen oder was euch sonst dazu einfällt.

Ihr habt einen Monat Zeit, verlinkt eure Beiträge mit diesem hier und bitte, falls der Ping streikt, kopiert den Link zu eurem Beitrag hier in die Kommentare. Ich freue mich riesig auf freudige Hopser und glückliche Geschichten.

Das Finale der letzten Runde findet ihr hier.

Alice

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AnthoAlice-Utopia- 15.5. – 15.6.19

london aufmkopf
Willkommen zur Blogparade AnthoAlice. Aufgrund diverser Unordentlichkeiten meinerseits wurde es hier etwas unübersichtlich. deswegen gibt es jetzt eine „Monatsseite“, auf der immer vom 15. bis zum 15. des darauffolgenden Monats Eure Beiträge verlinkt werden können.

Zum Prozedere:

Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen. Die Runden dauern einen Monat, in diesem Fall vom 15.5.19 bis 15.6.19. Dann gibt es ein neues Thema.

Regeln gibt es kaum, es ist alles erwünscht, wenn es ca. 400 Wörter nicht überschreitet. Ob Fotografie, Text, egal welchen Genres, Skulpturen, Gehäkeltes, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Euren Beitrag verlinkt ihr bitte unter diesem Beitrag, dann finde ich ihn auch, selbst, wenn der Ping mal nicht will.

Das Thema des Monats ist Utopia. †

Bisher haben mitgemacht:

Jeraph mit Utopia – eine Familie, Eine Tür,

Schreibenwärmt mit SozialarbeiterinnenApp im Jahr 2038,

Meine Wenigkeit mit In einer kleinen Stadt,

Corly als Nachzügler zum Thema Erinnerungen mit Erinnerungen,

Caroline mit Utopia I, Der letzte Sonnenuntergang,

Karl mit Miteinander,

Sollte ich wen vergessen haben, bitte melden. Dadurch, dass ich jetzt eine neue Seite aufgemacht habe, hoffe ich, dass die Unübersichtlichkeit sich ein wenig zurückzieht. Ich bin nunmal ein Chaoskind.

Alice

Veröffentlicht in AnthoAlice, Schreiben

AnthoAlice – Lifestyle

Zur Blogparade bei mir.

Er atmet tief ein und aus. Die Luft duftet nach Rosen und Maiglöckchen. Er liebt diesen Duft. Im Hintergrund schlägt eine Amsel an und in der Ferne hört er einen Kuckuck seinen Namen rufen. Tief entspannt schließt er die Augen zu einem Nickerchen.

+++Musik aus+++Melatonin erhöhen+++REM Schlaf einleiten+++Biometrische Daten im Normbereich+++Cortisolspiegel erhöhen+++Herzfrequenz anheben+++

Tief entspannt erwacht er und blickt auf einen Monitor. Die süße Kollegin winkt rüber. Er wollte sie schon letzte Woche zum Kaffee einladen. Er hat im Gefühl, dass da was geht. Die Arbeit geht ihm leicht von der Hand. Die benötigten Unterlagen gleiten nur so durch seine Hände. Ein wenig erschöpft lehnt er sich zurück. Das steht ein Kaffee vor seiner Nase, ein wenig Lippenstift klebt an der Tasse. Aus den Augenwinkeln sieht er die Kollegin mit schwingenden Hüften den Raum verlassen.

+++Endorphine anheben+++Feierabendglocke abspielen+++Kaffeeduft+++ Weichzeichner+++

Er erhebt sich und folgt ihr, doch sie scheint schon nach Hause gegangen zu sein. Dann eben morgen, überlegt er und schnappt sich seine Tasche. In der Garage steht sein nagelneuer Sportwagen und sie lehnt an der Beifahrertür, zwinkert ihm zu und setzt sich ohne zu fragen neben ihn, als er einsteigt.

+++Endorphine auf Maximum+++Motorengeräusche+++ Herzfrequenz erhöhen+++Sprachzentrum aktivieren+++

„Müssen wir das wirklich tun?“ Sie steht genervt neben den Reglern und beobachtet den Mann in der Glasröhre. „Nö, wir lassen ihn schlafen und spielen morgen Erinnerungen an eine heiße Nacht und zu viel Alkohol ein. Echter Sex würde seinen Körper zu sehr schwächen.“ „Aber dann hat er doch nichts davon“, wirft sie ein und dreht den Herzfrequenzregler noch ein wenig höher. „Doch, die Erinnerung. Und er bezahlt gut dafür“, beendet er das Thema und ruft seine Statistiken auf. Für einen Moment spielen ihre Finger mit dem kleinen Stellrad, dann zuckt sie mit den Schultern und freut sich auf ihren echten Feierabend.

+++Endorphine leicht erhöhen+++BH-Zwicken simulieren+++ Feierabendglocke+++alten Golf visualisieren+++

Alice

Veröffentlicht in AnthoAlice, Kurzgeschichten

AnthoAlice – Utopia – Erste Zwischenbilanz

London mit Dschungeltieren

Die dritte Runde meiner Blogparade läuft und das Thema scheint ein wenig problematischer zu sein. Macht nichts, die bisher eingegangenen Beiträge entschädigen für die schmale Begeisterung. Vielleicht wird der eine oder andere von Euch ja doch noch mit dem Thema warm, wenn ihr euch einlest.

Bisher haben mitgemacht:

Jeraph mit Utopia – eine Familie, Eine Tür,

Schreibenwärmt mit SozialarbeiterinnenApp im Jahr 2038,

Meine Wenigkeit mit In einer kleinen Stadt,

Corly als Nachzügler zum Thema Erinnerungen mit Erinnerungen,

Zum Prozedere:

Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen. Die Runden dauern einen Monat, in diesem Fall vom 15.5.19 bis 15.6.19. Dann gibt es ein neues Thema.

Regeln gibt es kaum, es ist alles erwünscht, wenn es ca. 400 Wörter nicht überschreitet. Ob Fotografie, Text, egal welchen Genres, Skulpturen, Gehäkeltes, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Euren Beitrag verlinkt ihr bitte hier, dann finde ich es auch, selbst, wenn der Ping mal nicht will.

Sollte ich wen vergessen haben, bitte melden.

Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe auf ein paar weitere schöne Beiträge.

Alice

Veröffentlicht in AnthoAlice

AnthoAlice – 2. Finale „Erinnerungen“

Wow, der Monat ist rum und ich habe 33 Beiträge von euch bekommen. Wunderschöne Erinnerungen, toll beschrieben. Ich danke  tausend mal für diese Bereitschaft, so viel – auch persönliches – von euch preiszugeben.

Und hier die Ergebnisse. An die Autoren: Überprüft bitte die Links und schaut, ob ich keinen vergessen habe, ansonsten bitte schreien.

In diesem Monat entstanden folgende wunderbare Beiträge:

Karl mit Erinnerung 2, Erinnerung 3, Erinnerung,

Piri mit Fräulein Drost,

Meine Wenigkeit mit Der Morgen, Heile, Heile Segen, Dunkle Zeiten 1, Dunkle Zeiten 2, Prinzessin,

Jeraph mit Erinnerungen, Erinnerungen 2, Meine Erinnerungen, Götter in Weiß, Karfreitag, Die Kuh, Eine Reihe der Erinnerungen, Zweiter Teil der Erinnerungsreise, Weiter geht’s, Der Vierte und Vorletzte Teil, Der heutige Stand, oder doch nicht?, Wasserschloss Werdringen, Ein Fremder, Der Abend, der mein Leben veränderte, Ich bring das Chaos und du den Stern, abgemacht?,

Werner mit In Kölle am Rhing ben ich gebore, Ping? Pong…oder wat?, Ferien bei Oma/Ausflug an den Bodensee, Jim Knopf und Lucas der Lokomotivführer, Melanie,

Brigwords mit Mohamed,

Caroline mit So viele Ostern,

Katha mit Man lebt zweimal,

Alexander mit Hierher möchte ich nie wieder zurück,

Aber damit gebe ich natürlich keine Ruhe. Die dritte Runde startet heute und geht bis zum 15.06.19.

Mitmachen darf jeder, der mag, auch gerne mit mehreren Beiträgen. Zu den (wenigen) Regeln. Ich gebe ein Thema vor und es darf bearbeitet werden, wie man es möchte. Texte, egal welcher Textform (Begrenzung auf ca. 400 Wörter), Fotografien, Bilder von Skulpturen, Schnitzereien oder was auch immer gerade zu dem Thema vor eurem inneren Auge auftaucht.

Euren Beitrag verlinkt ihr bitte mit diesem hier und setzt euren Link in die Kommentare. Das ist ganz wichtig, damit nichts verloren geht. (Das Ping funktioniert mal, dann auch wieder nicht)

Die Laufzeit ist einen Monat, jede Woche mache ich eine kleine Zwischenbilanz mit allen bisher eingetrudelten Beiträgen.

Das neue Thema ist „Utopie“

Schaut nach vorne, in die Zukunft, lasst euch darauf ein und erzählt mir, was ihr wahrnehmt, erwartet, befürchtet.

Ich freue mich darauf 🙂

Alice



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AnthoAlice – Erinnerung – 2. Zwischenstand

Die zweite Woche ist längst rum und es wird höchste Zeit für den Zwischenstand. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich mich ein wenig rar gemacht, höchstens mal vom Tablet aus etwas geschrieben. Deshalb die Verspätung.

Ich freue mich riesig, dass ihr das Thema „Erinnerungen“ so phantastisch annehmt, bisher sind es 26 Beiträge!!!. Ich bin begeistert.

Wer neu dazu kommt, lausche bitte nun. Zum neuen Thema „Erinnerungen“ habt ihr einen Monat Zeit (also hier jetzt noch bis zum 15.5.19) Beiträge jedwederArt zu verfassen. Ob Fotografie, Audio, Video, Text (max. ca. 400 Wörter). Euren Eintrag verlinkt ihr bitte hiermit und setzt euren Link noch in die Kommentare hier. Es pingt leider nicht immer, wie es soll. Und es wäre schade, wenn es verloren ginge.

In den ersten zweieinhalb Wochen entstanden folgende wundervolle Beiträge:

Karl mit Erinnerung 2, Erinnerung 3, Erinnerung,

Piri mit Fräulein Drost,

Meine Wenigkeit mit Der Morgen, Heile, Heile Segen, Dunkle Zeiten 1, Dunkle Zeiten 2, Prinzessin,

Jeraph mit Erinnerungen, Erinnerungen 2, Meine Erinnerungen, Götter in Weiß, Karfreitag, Die Kuh, Eine Reihe der Erinnerungen, Zweiter Teil der Erinnerungsreise, Weiter geht’s, Der Vierte und Vorletzte Teil, Der heutige Stand, oder doch nicht?,

Werner mit In Kölle am Rhing ben ich gebore, Ping? Pong…oder wat?, Ferien bei Oma/Ausflug an den Bodensee, Jim Knopf und Lucas der Lokomotivführer,

Brigwords mit Mohamed,

Caroline mit So viele Ostern,

Mal wieder habe ich das Gefühl, es sei mir was durchgegangen. Wenn ja, geschah das sicher nicht mit böser Absicht, also bitte melden 🙂

Und jetzt freue ich mich auf die dritte Woche mit vielleicht weiteren tollen oder nachdenklich stimmenden Erinnerungen.

Alice

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AnthoAlice – Prinzessin

Zur Blogparade bei mir. Thema sind „Erinnerungen“.

Ich wuchs am Niederrhein auf und auch, wenn ich dem Münsterland landschaftlich einiges abgewinnen kann, für mich ist es Deutschlands schönster Landstrich. Das liegt natürlich daran, dass es so vertraut ist. Aber das reicht mir für eine Bewertung, es ist ja nur meine Meinung.

Abgesehen vom Sommerurlaub, für den wir alle zwei Jahre nach Österreich düsten, immer in dieselbe Pension im wunderschönen Oberösterreich, machten wir wenige Ausflüge. Jede gemeinschaftliche Aktion außer Haus war mit Stress verbunden. Meine Mutter war mit den Nerven fertig, schmierte Berge an Broten, die keiner aß, kochte literweise Kaffee, den nur sie trank und war schon Tage vorher durch den Wind. Spontan ging nicht bei uns, dann wäre alles eskaliert. Mein Vater war gerne unterwegs, konnte aber seinen Perfektionsanspruch selten mit der Realität in Einklang bringen. Wurde zusehends nervöser, weil wir Kinder noch nicht oder viel zu früh fertig waren, der alte Kadett noch zu betanken war, das Wetter schlecht werden sollte. Irgendwann explodierte auch er, schrie rum, sagte uns, wie Scheiße wir alle sind und verzog sich rauchend ins Wohnzimmer. Mutter weinte dann und schmierte weiter Butterbrote, die sie nicht salzen musste, weil sie voller Tränen waren. Mein Bruder und ich warteten dann verunsichert, was denn nun geschehen würde.

Zur geplanten Abfahrtszeit stand mein Vater dann in der Tür, raunzte uns an, dass wir jetzt doch endlich und wir fuhren los.

Einmal ging es zum Schloss Moyland, quasi um die Ecke. Damals hatte sich noch keine Organisation darum bemüht, dieses alte Wasserschloss zu restaurieren, es war eine Ruine. Ich erinnere mich an moosbewachsene Steine, hohe Zinnen, efeuberankte Mauern und die Hand meiner Mutter, die mich fest umklammend, mindestens mit zehn Meter Abstand vom Wassergraben fern hielt. Das Wetter war wie heute, kühl und bedeckt, die Sonne zeigte sich selten. Vom Wassergraben stieg leichter Nebel auf , alles war ein wenig düster, ein wenig verwunschen. Ich war begeistert. Ich stand vor einem echten Märchenschloss. Ganz sicher würde hinter diesen hohen dunklen Mauern Dornröschen schlafen. Und wenn dem nicht so wäre, würde ich dort einziehen, als Prinzessin dort leben.

Mein Vater lachte mich aus, nannte mich den Rest des Tages Pummelprinzessin und zog mir den Zahn mit dem Prinzen und dem weißen Pferd. Meine Mutter schwieg, was ich als Verrat empfand. Irgendwann fuhren wir nach Hause. Prinzessin wollte ich nicht mehr werden, auch nicht zu Karneval. Pirat wäre eine gute Idee, der trägt wenigstens einen Degen.

Alice

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AnthoAlice – Dunkle Zeiten – Teil 2

Zur Blogparade bei mir. Thema sind Erinnerungen.

Zur Warnung! Nichts für zarte Seelen. Es ist wichtig für mich, das hinauszuschreien.

Eine unerträgliche Situation. Ein Mann mit einer schwangeren Affäre, eine gedemütigte Frau, die sich von einem Prinzen retten lassen will. Ein Narzist kann das, was ihm gehört nicht freigeben, also droht er mit dem Freitod. Und verspricht, dass alles besser wird. Sie zeugen ein zweites Kind, geplant und ganz bewusst. Es soll ihre Ehe retten, das ist seine Aufgabe.

Die schwangere Affäre verschwindet, bringt irgendwo ihr Kind zur Welt und ein halbes Jahr später wird in dem Haus ein Mädchen geboren. Alle freuen sich, hoffen auf den kleinen Menschen, der sich dieser großen Aufgabe nicht bewusst ist. Die Großmütter helfen, pflegen beschützen die Kinder, halten die Verantwortung von den unreifen Eltern fern.

Doch dann stirbt die eine, die wichtige, die starke und alles bricht zusammen. Die Mutter kann und will nicht alleine, entwickelt Ängste, Panik, sucht Halt bei ihrem Mann und greift ins Leere. Der Vater, inzwischen cholerisch, baut seinen Druck in gigantischen Wutanfällen ab, will kein Vater sein, will, dass die Kinder funktionieren, will, dass das Mädchen endlich das tut, für das es in die Welt gesetzt wurde.

Die Kinder leben zwischen Wutanfällen und einer panischen, handlungsunfähigen Mutter. Wie unter einem Damoklesschwert sitzend, wissen sie nie, wann es wieder zuschlägt. Manchmal ist es dennoch lustig, wenn der Vater weg ist, arbeitet oder in Kur. Dann entspannt die Mutter und es wird gelacht und Blödsinn gemacht. Aber an dunklen Tagen braucht sie Halt, hält sich an dem kleinen Mädchen fest, klagt ihr das Leid und ihre Angst und hofft auf Trost und Halt. Die Last ist schwer für das Kind, viel zu schwer. Es wird erwachsen, viel zu früh, sorgt sich, erlaubt sich keine Fehler, versucht den Vater zu besänftigen und die Mutter glücklich zu machen. Doch oft gelingt das nicht und sie steht zwischen den schreienden und weinenden Eltern. Und da sie es nicht schafft, die zu sein, die die Eltern gerne hätten, wird sie gedemütigt, klein gemacht.

Sie versucht die zu sein, die gewünscht wurde, doch sie ist zu pummelig, zu grob, zu frech, zu ehrlich. Sie ist nicht wie das Nachbarsmädchen, das ihre Mutter so toll findet und sie ist zu stark, als dass ihr Vater sie ertragen kann.

Als die Mutter endlich den weißen Ritter findet, ist das Mädchen groß. Die Eltern sind froh, dass sie eine Beziehung hat und auszieht. Endlich frei von jeder Verantwortung, gehen sie auseinander, überlassen die Kinder ihrem Leben und stürzen sich in ihr neues, dass sie sich ja auch verdient haben.

Alice