Veröffentlicht in 365 Tage, Mal über mich

Tag 237/365 – Nachpartywehen

„Ich hab getanzt heut Nacht “ Eliza sang es in Pygmalion, ich könnte, sofern ich noch Stimme hätte. Partys beurteile ich entweder nach ihrem Gesprächs- oder nach ihrem Tanzanteil. Gestern siegte die Bewegung, oder besser gesagt, heute morgen. Lange, viel zu lange, hatte ich nicht mehr ausgiebig getanzt. Fast vergaß ich, wie wichtig das für mich ist.

Manche Menschen brauchen Sport als Ausgleich zum Sitzen und Denken, können sich auspowern beim Joggen oder Fußball spielen. Das hat mich, wenn ich ehrlich bin, noch nie gereizt. Spazieren oder wandern mag ich, Radfahren ebenso. Aber irgendwann meldet sich dann Frau Faulheit und flüstert mir ins Ohr, dass es jetzt wohl reiche, ich mich genug bewegt hätte, Päuschen wäre schön.

Beim Tanzen ist das anders. Erst, wenn ich komplett nassgeschwitzt bin, wenn die nackten Füße sich kaum noch von der Tanzfläche lösen können, wenn jemand die Musik abstellt und sagt, es reiche für heute, höre ich auf. Und möchte dann doch noch ein Lied, einen Song, nur noch fünf Minuten bitte, wenn irgendwie möglich.

Ich hab getanzt heut Nacht und gegrölt, gespielt, geflirtet mit der Musik. Ich bin ein anderer Mensch, wenn ich die schönen Schuhe abstreife und die lichtorgeliluminierte Fläche betrete. Dann werde ich zum Instrument. Die Töne hüpfen durch die Ohren in meinen Kopf und lösen ein Inferno aus ( um es richtig zu stellen, nicht jedes Lied schafft das, einige treiben mich auch von der Tanzebene, lassen mich flüchten am besten mit zugestopften Ohren).

Mich überrascht immer wieder, welche Kondition ich dann habe. Würde mir jemand sagen, jetzt springe mal drei Minuten fünfzig, würde ich nach einer Minute aufgeben, ihm einen Vogel zeigen und weggehen. Spielt das passende Lied, ist das kein Thema. Und das nächste hüpfe ich auch noch durch. Und noch eins.

Irgendwann war Schluss, der Weinpegel war erreicht und ich wollte heute nicht verkatert im Bett liegen. Abgesehen davon glaubte ich nicht mehr daran, dass die viel zu jungen DJs irgendwann noch Alexis Sorbas spielten.

Die Heimfahrt war unterhaltsam. Wer jemals ordentlich angetrunken in völliger Dunkelheit über wurzeldurchsetzte Radwege nach Hause gebrettert ist, weiß wovon ich rede. Fazit: ich habe ein leicht geprelltes Knie und mein Mann eine Schürfwunde am Ellenbogen. Das haben wir sogar unabhängig voneinander geschafft.

Jetzt brummt der Kopf noch ein wenig, die Worte wollen nicht so richtig raus, tun sich schwer, ein paar vergessene Muskeln schmerzen.

Ich hab getanzt heut Nacht.

Solltet ihr auch mal wieder machen.

Alice

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Unruh

Die Uhr tickt. Das macht sie den ganzen Tag und die ganze Nacht. Tagsüber kann sie es ignorieren. Die Arbeit lenkt sie ab. Wenn es gut geht, macht sie mehr Lärm als die Uhr. Nur Pausen machen darf sie nicht. Jede Sekunde ohne lärmendes Bewegen ihrer Hände spült das Tick und das Tack wieder an ihr Ohr.

Nachts ist es unerträglich. Zuerst versuchte sie mit Musik einzuschlafen, doch da schimpften die in den Kabinen links und rechts. Sie hämmerten gegen die Wand, leider nicht im Rhythmus der Uhr. Es machte Rumms, Tick und Rumms , Tack und sie hörte sie immer noch.

Wenn es still wird, ist die Uhr laut. Das tagsüber erträglich gedämpfte Geräusch, wird übermächtig, schwillt in ihrem Ohr, in ihrem Kopf an, breitet sich aus, nimmt Raum, erreicht Brust, Bauch und dringt sogar bis in die Fingerspitzen. Reizt dort die kleinen Nervenenden, die zu zucken beginnen im Takt bis ihr ganzer Körper bebt und schwingt und sie nicht mehr weiß, wo sie endet und die Uhr beginnt.

Sie liegt mit weit aufgerissenen Augen da und spürt die Zeit durch sich hindurchrinnen, bebend, zitternd, mit hastiger Atmung sehnt sie den Morgen herbei, freut sich über jede Ablenkung.

Sie hat versucht Watte in die Ohren zu stopfen oder mit dem Kopf unter dem dünnen Kissen zu schlafen. Der Ton durchdringt alles, geht auch durch ihre dünne Haut, bringt zur Not ihre weichen Haare zum Schwingen. Sie kann ihm nicht entkommen.

Sie ist so unendlich müde, kann sich nicht mehr erinnern, wann sie das letzte Mal geschlafen hat. Jeden Tag betet sie, dass jemand die Uhr anhalte, nur für einen Moment, nur für eine Stunde, damit sie endlich, endlich Ruhe findet.

An diesem morgen ist alles anders. Die Uhr strauchelt, stolpert. Das Tick ist ein wenig länger als sonst und das Tack bricht mittendrin ab.

Als die Uhr verstummt, genießt sie für einen kurzen Moment die sie umgebende Stille. Dann bricht sie zusammen.

Alice

Veröffentlicht in Mal über mich, 365 Tage

Tag 236/365 – Schaffe, Schaffe

Nein, ich habe keine schwäbischen Vorfahren, ich mag nur den Ausdruck so gerne. Nicht, dass ich ihn häufig benutze, wenn aber eine Baustelle das Haus umkreist, habe ich ihn oft im Kopf und er lässt mich schmunzeln. Schaffen klingt so viel besser als arbeiten. Bei Arbeit bin ich immer schnell bei Maloche und muss an Beschäftigungen denken, die lediglich Geld, aber keine Zufriedenheit einbringen. Nie besteht die Möglichkeit fertig zu werden. Nach der Arbeit ist vor der Arbeit, aber wenn ich was schaffe, ist es erledigt, Haken dran, drüber freuen, fertig.

Wir schaffen unser Anlehngewächshäuschen, da bin ich mir sicher. Das Rohgerüst steht jetzt, endlich ist es rechtwinklig und gerade (die Hauswand allerdings nicht, was noch so drei bis fünf Probleme aufwerfen wird), heute werden wir das Grundgerüst verstärken, Türen und Fenster bauen. Wir werden mit Holz und Bauschaum rumkleckern und uns freuen, wenn es dicht ist (naja, vielleicht doch nicht mehr alles heute). Dennoch, am Ende des Tages werden wir was geschafft haben, zufriedener sein.

Sohn#1 und Sohn#3 haben die Gamescom überlebt, auch der Finne ist gut klar gekommen. Sie haben Beute mitgebracht, T-Shirt und Plüschfigur (woher Sohn#1 wohl den Hang zu Kuscheltierchen hat?). Sohn#2 war beim Fußballspiel und ist in einem Block mit Glatzen gelandet. Es hat ihm keine Angst gemacht, aber es hat sich unwohl gefühlt zwischen den Idioten, denen es weniger um Sport und mehr um Gewalt und falschen Nationalstolz geht. Mir hat das Angst gemacht, dass die Fankurven wohl voll mit ihnen sind und das nächste Mal werde ich ihn nicht so entspannt gehen lassen. Sohn#3 begleitet gleich den Finnen zum Flughafen und geht danach mit seinem Erzeuger in einen Vergnügungspark. Auch da habe ich immer ein wenig Bauchweh.

Geht das eigentlich? Mutter sein, ohne sich dauernd irgendwelche kleinen oder großen Sorgen zu machen? Sie Zug fahren lassen und die Schubser auszublenden, sie zu Massenveranstaltungen ziehen zu sehen und nicht an Unfälle oder Terroranschläge zu denken, ihnen ein freies Leben mit ganz viel Spaß zu lassen ohne dauernd an mögliche Gefahren zu denken.

Die Angst wird mitgeboren, hat mir die Hebamme von Sohn#3 damals gesagt. Sie erwähnte aber nicht, dass ich sie mit ins Grab nehmen werde.

Ich schweife ab und tue es doch irgendwie nicht. Am Wohlsten fühle ich mich, wenn sie alle da sind, ich ihre Anwesenheit spüre, sie nur ein Zimmer entfernt sind. Dass das kein Dauerzustand sein wird, ist mir bewusst und auch sehr gut so. My Home is my Castle, hier in dieser Festung werde und kann ich sie beschützen, so hoffe ich zumindest.

Das nächste Bauprojekt wird ein Verteidigungsturm sein. Schaffe, schaffe, den kriegen wir auch noch hin.

Alice

Veröffentlicht in Mal über mich, Schreiben

Gutenachtgedanken – Geschichten

Ein arbeitsreicher Tag liegt hinter mir, das Projekt Terrasse nimmt Gestalt an. Die Mittagshitze hat uns zugesetzt, der Einkauf war noch die Kür und jetzt sitze ich hier abgefuttert und zufrieden, lasse den Tag Revue passieren und denke über Geschichten nach.

Gehe ich durch die Geschäfte laufen mir Menschen über den Weg, die ohne es zu wollen, Geschichten erzählen. Da war das Pärchen bei Aldi, sie, klein, untersetzt mit einer zielstrebigen Durchsetzungskraft. Sie nahm die Ware nach dem Scannen vom Band, kontrollierte jede Verpackung auf Unversehrtheit bevor sie sie ihrem ruhigen Mann reichte der hager, mit Schlägermütze diese dann entgegennahm und sorgfältig im Korb verstaute. Sie waren aufeinander eingespielt, sicherlich schon tausende von Jahren verheiratet, kannten jeden Atemzug des anderen. Als sie zum Verstauen ihres kleinen Einkaufs alles in einen Stoffbeutel packten, sie ihn verknotete und er – für den Doppelknoten – seinen Finger in die Mitte der Windungen legte, musste ich unwillkürlich schmunzeln. Sie fuhren, was ich nicht erwartet hätte, mit einem kunterbunten Wohnmobil vom Platz. Nächste Station Freiheit. ich habe mich gefreut für sie und sie ein bisschen beneidet.

Oder das junge Pärchen, das Hand in Hand für das Abendessen einkaufte. Das zaghaft Verpackungen in die Hand nahm, sorgfältig begutachtete und wieder zurückstellte. Jeder Blick, jede Geste war auf die Zustimmung des anderen ausgelegt. Gefallen wollten sie sich, nichts kaufen, was der andere nicht hundertprozentig befürwortet. Sie haben noch einen langen Weg vor sich oder nur wenige Wochen bis er sich das erste mal betrinkt und sie beschimpft, ihr an den Haaren reißt und sich mit Gewalt nimmt, was sie ihm nur dieses mal verwehrte. Wer weiß das schon? In den Gesichtern sind tausend Facetten, tausende Möglichkeiten versteckt.

Vielleicht auch dieser unscheinbare ältere Mann. Seine Kleidung hat bessere Tage gesehen oder ist von der Fürsorge. Sein Korb ist fast leer. Nur das Nötigste befindet sich darin. Wocheneinkauf für unter zehn Euro, das geht, wenn man sich zusammenreißt. Der Mensch muss essen und trinken, er braucht Kleidung und ein Dach. Doch er braucht auch Freude und Ausgleich, Unterhaltung, andere Menschen und Zuwendung. Wenn er es schafft, für so wenig zu essen, bleiben 5,99 übrig. Das reicht – vielleicht.

Wo fangen die Geschichten an, wo enden sie. Was mache ich als Schreiber aus den Gesichtern, den Gesten, dem verhaltenen Lächeln, das mir ins Auge springt. Jede Begegnung ist ein Keim, an dem sich mein Auge reibt, der juckt und wächst, je mehr ich betrachte, je mehr ich höre.

Beginne ich, spielt die Wahrheit keine Rolle mehr. Da hat der liebevolle Großvater ein Messer unter dem Fahrersitz seines Wohnmobils versteckt, um die ihn seit Jahrzehnten drangsalierende Gattin endlich ins Jenseits zu befördern. Die gekauften Vorräte reichen nun doppelt so lang. Da schweißt die beiden jungen Menschen ein düsteres Geheimnis zusammen, den anderen aus den Augen zu lassen, könnte fatal, ja vernichtend sein. So begleiten sich sich, beobachten, belauern, suchen Verrat in den Augen des Anderen. Da ist der arme Mann ein reicher, hat Seelen und Brieftaschen geleert mit seiner charismatischen Art. und nun muss er untertauchen, begnügt sich, einer von vielen zu sein, schäbig, armselig. doch als er den Blick hob und mir mitten in die Augen schaute, abschätzend, taxierend, da krabbelte eine kalte Hand meine Wirbelsäule empor und ich fror in der sommerlichen Wärme.

Alice

Veröffentlicht in 365 Tage, Mal über mich, Psychokram, Schreiben

Tag 235/365 – Morgenfrühe Kindersorgen

Man weiß erst, wo das Licht ist, wenn man den Schatten betrachtet, den man wirft. Nicht ohne Grund sitze ich jetzt wieder mittennächtlich vor einem Pott Kaffee und würde noch so gerne schlafen.

Der gestrige Tag hat mich geschlaucht, das Gespräch, der Besuch und ganz besonders das Gefühl, dass ich auf einer Achterbahn sitze, die mich irgendwo hinfährt, wo ich nicht hin möchte. Unterm Strich wurde mir keine Wahl gelassen, meine Bewegungsfreiheit empfindlich eingeschränkt, mir von zu vielen Seiten gesagt, was ich zu tun, zu denken, zu fühlen habe. Und alles, was ich machte, ging irgendwie schief.

Ich bin zickig geworden, ohne Grund, habe ausgeteilt, wo es egal war und ich einfach die Klappe hätte halten sollen, habe meine Gefühle der Unzulänglichkeit vor mir hergetragen und reagiert wie eine kleine Göre.

Und ich ärgere mich. Über mich, dass ich mich von so vielen Triggern habe übers Ohr hauen lassen, Flpperkugel spielte in verschiedenen Lebensaltern statt einfach mal erwachsen zu bleiben und meinem Alter und meiner Erfahrung entsprechend zu reagieren.

Und ich ärgere mich, wo mein Blog gerade hin wandert. Dass er viel zu sehr emotionales Tagebuch geworden ist, viel zu schwer und auch viel zu düster. Ich mich lieber auf das besinnen sollte, was ich gerne mache, nämlich Geschichten zu erzählen.

Alice

Veröffentlicht in Mal über mich

Gutenachtgedanken – Finne im Haus

Wir haben Besuch, besser gesagt Sohn#3 und ich hatte gehofft, dass es an mir vorbeizieht. Ein Finne kam zur Gamescom und nächtigt bei uns. Er ist nett, ohne Frage. Hat ausnehmend gute Umgangsformen, spricht wesentlich besser englisch als ich, was keine Kunst ist.

Sonstige Freunde bewegen sich im Off, sind kaum spürbar, sind da und auch wieder nicht. Mein Interesse an ihnen endet da, wo sie gut für meine Kinder sind. Ich brauche den Smalltalk nicht zwingend. Zufrieden war ich, dass er nach dem Flug schlief und ich tun konnte, was ich tun wollte.

Leider ist er gut erzogen und will sich auch mit den Eltern gut stellen. Also kramte ich Schulenglisch hervor, fragte bei jedem zweiten Satz meinen Sohn#1 um Vokabelhilfe und strengte mich an.

Dinge, die ich nicht brauche, stelle ich gerade mal fest. Mein Leben innerhalb dieser Mauern benötigt keine Unruhe, ich möchte es gerne wie immer. Meine Familie besteht aus Freaks und Dreckspatzen, wir sind, wie wir sind und das möglichst ungestört. Hier in unserem Nest können wir sein, wie wir sind.

Ich rauche am PC und trinke Rotwein, wenn die Sonne untergeht. Auf dem Plattenteller dreht sich Tom Waits, mal wieder. Die Waschmaschine piept, doch ich drehe einfach die Musik lauter.

Das anberaumte Gespräch heute lief wie erwartet, formell und okay. Ich habe, was ich wollte. Einen kleinen Aufschub, gespickt mit Formalia, macht mir nichts. Was ich zwischen den Zeilen erfuhr, ließ mich schmunzeln. Da ist ein Mensch, der genausowenig dahingehört wie ich, es nur nicht versteht. Bei den Formalia zuckte ich, bei dem Persönlichen er.

Es ist, wie es ist. Menschen sind so. Manche putzen sich abends die Zähne, andere brechen über ihrem Projekt zusammen und schlafen mit ungewaschenen Haaren auf der Tastatur ein. Was ist perfekt, was ist richtig. Wo gehören wir hin? Wer interessiert sich dafür? Ich lasse mir nicht gerne über die Schulter schauen, my home is my castle.

Der Finne reist übermorgen wieder ab, er wird meine zu weiche Pizza und die überfüllte Gamescom verkraften.

Die Fellnasen werden jetzt ins Bett und ich vor der Serie landen.

Kommt gut durch die Nacht.

Alice

Veröffentlicht in 365 Tage, Mal über mich, Psychokram

Tag 234/365 – Gemischte Gefühle

Es geht wieder los. Ein Gespräch zum Wie und Wann und auf welche Weise läutet die Rückkehr ein, wichtig ist es und ich erstaunlich wenig nervös. Hoffe auf den Fahrradfahreffekt, aber wenn ich Falle, der Boden und ich, wir kennen uns ja.

Mein Selbstüberforderungsmechanismus möchte gerne abgeschaltet werden, nein sagen ist angesagt, ein kompliziertes Wort für mich, trotz seines simplen Aufbaus und einfachen Aussprache.

Die abzuspulenden Formalia amüsieren mich im Vorfeld, verstehen muss man sie nicht, das ist auch nicht ihr Sinn. Würden sie ihren Zweck zumindest erfüllen, wäre ich zufrieden. Skepsis macht sich breit.

An welcher Stelle ich bei meinem Gesundungsprozess stehe, weiß ich nicht genau. Es ist besser, der Finger findet die Wunde immer besser, um sie abzudrücken. Nähzeug liegt bereit, doch vor dem ersten Stich muss ich mir sicher sein.

Das, was ich will und brauche, kriege ich nicht. Einfordern löst Trotz aus. Was mache ich nur, wenn das so bleibt. Bedürfnis erfüllen und erfüllt bekommen scheinen zwei Paar Schuhe. Abfinden geht nicht.

Ein schlechter Mensch wartet auf mich, wenn es wieder los geht. Ich scheine sie als einzige durchschaut zu haben. Erkannt fühlend interveniert sie gegen mich und hetzt. Sie gehört wohl zu den statistischen 1%. So richtig Sorgen mache ich mir nicht. Ich werde aber allein sein, das wurmt. Erinnert mich an Grundschulerlebnisse, man begegnet sich immer zwei Mal, so heißt es doch. Ich verstehe ihre Motivation nicht. Entweder sieht sie mich als passendes Opfer oder sie fürchtet mich. Vielleicht hat mich die Zicke damals auch gefürchtet.

Mein Sohn#3 schleppt heute einen Finnen in unser Haus, gemeinsamer Gamescombesuch ist angesagt. Aus virtueller Freundschaft wird echte. So muss es sein.

Ein Riesenbaukasten wartet heute Mittag auf mich. Fischertechnik für Davongelaufene. Ich habe so ein Teil schon mal montiert und wünsche, ich könnte es anderen überlassen. Wird leider nichts. Sohn#1 bekommt die Anleitung in die Hände, das kann er gut.

Gemischte Gefühle, gequirlte Gedanken, seltsame Ideen werfen Schatten voraus. Ich wünsche mir vieles anders. Das Leben ist kein Wunschkonzert.

Warum eigentlich?

Alice