Veröffentlicht in Fotografie, Mal über mich, Mit Farbe oder auch nicht, Natur

(Fast) im Paradies

Im Sommer ist es überall schön. Die Sonne scheint, zaubert ein Lächeln auch in müde Gesichter. Blumen blühen, drängen mit Macht ins Licht, geben alles für die wenigen Monate, wo leben für sie möglich ist.

Ich ziehe die Schuhe aus, grabe meine Zehen in die warme Erde und fühle mich – geerdet. Ich muss gar nicht wegfahren, um mich zu erholen und näher an der Schöpfung zu fühlen. Ich muss nur da sein, im hier und jetzt und nicht mit meinen Gedanken bei der nächsten Verpflichtung.

Zuhause gelingt mir das schlecht. Immer ist was los, immer was zu tun. Wenn ich also zum Atelier fahre, zum Künstlerhof, wo ich untergekommen bin, ist es mittlerweile mehr als nur ein Ort, um zu arbeiten, auch wenn es mir dort besser gelingt. Es sind auch die Arbeitspausen, die ich genieße, die Momente, wo ich mich für einige Minuten vom Arbeitstisch wegstehle, den Blick über die Felder schweifen lasse oder einfach nur eintauche in den Moment.

Wenn ich die Hühner besuche oder einfach nur das unglaubliche Blau der alten Hoftore auf mich wirken lasse, fühle ich mich angekommen und geerdet.

Und dann geht es wieder zurück an die Arbeit, ich fühle mich erfrischt und erholt. Zwei Stunden reichen manchmal.

Die Farben der Natur finden sich dann auch wieder im Kreidekasten und am Ende bei den Fuzzies.

Heute blieb ich zu Hause, bastelte an bestehenden Entwürfen und machte das, was eben so zu tun ist. Und auch, wenn heute die Sonne nicht scheint, die Auszeit fehlt mir.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Ein Leckerchen

Bei der ersten Durchsicht der Bilder ist es tatsächlich untergegangen. Ich schiebe es aufs schwüle Wetter und die Uhrzeit. Doch jetzt, wo ich soweiso nicht mehr schlafen konnte und mich noch einmal an die Bildbearbeitung setzte, fiel es mir auf.

Ich mag Mohn, ich mag Hummeln und ich mag sie auch in schwarzweiß.

Alice

PS: Und noch einmal, das ist eine analoge Aufnahme von einem Relikt aus den 60ern 😉

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Edixa

Geschenkt habe ich sie bekommen und sie machte nicht viel her. Das Kunstleder löste sich überall. Ich zog es ab, schrubbte vorsichtig den Kleber runter und ließ einen Film probelaufen. Außer ein paar Belichtungsfehlern, bin ich außerordentlich zufrieden, die Linse ist der Hammer.

Alice

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Kellerkind

Computerhockerei macht es immer noch schlimmer, Kellerchemielabor ist okay. Hände in den Schoß legen geht nicht.

Es gab Experimente, manche toll, manche weniger. Die ersten Fotogramme und ein paar Vergrößerungen alter Schuldias 🙂

Unterschiedliches Papier, unterschiedliche Vorlagen. jedes Mal neu, nicht immer so prall kontrastreich, aber immer spannend…

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Es gibt immer dieses Eine

Vier Filme durfte ich heute durch die (fast verbrauchte) Suppe ziehen. Heraus kam eine Blütenpracht. Analog und ohne doppelten Boden.

Und da gibt es immer ein Bild, das ist besonders. Da hat etwas geklappt, was man nur gefühlt hatte. Deswegen jetzt nicht alle, sondern nur dieses.

Den Rest reiche ich nach… irgendwann…

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Rückblende

Als alles mit Corona noch neu war und ich auf online umgestellt wurde, verließ ich selten das Haus. Ich beschränkte meine Fotoexperimente auf Haus und Garten, lichtete die Tiere ab und langweilte mich damit. Einige der Schwarzweißbilder, die gestern aus der Suppe kamen, sind dennoch sehr schön geworden.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Mal über mich, Natur

Luft holen

Analog auf Nikon mit Kodak Plus

Ich muss durchatmen, trotz oder weil kein tatsächlicher Stress vorhanden ist. Es geht uns gut, außer meinem Nacken, der vor sich hinkrampft, ist alles weitgehend in Ordnung. Der Große wird ein wenig von seiner Allergie gequält, doch dieses Mal hat er die Medikamente zeitig genommen und einen Luftreiniger in seinem Zimmer, es sollte erträglich sein.

Im Radio läuft gut Musik, ich suche im Netz nach „Eve of Destruction“, finde Christopher und Michael, Liedermacher aus Frankfurt und erinnere mich an die Singlehülle, die ich damals in unserem Partykeller fand, sie wanderte nach oben und blieb für ein paar Wochen bevor der Bruder sie unter Androhung körperlicher Gewalt zurückforderte.

Die Filme sind entwickelt, eine Kamera muss in Reparatur, da scheint eine Feder gebrochen zu sein.

Die Welt ist bunt, zumindest manchmal. Schwarzweiß ist okay, aber die Rottöne kriegt man damit nicht so schön hin.

Es ist still geworden. Weniger Autos, weniger Flugzeuge, weniger Züge. Die Hummeln brummseln lauter als die Autobahn.

Manches darf bleiben danach.

Der Kopf brummt ein bisschen. Ob es das Bier von gestern Abend oder das Wetter ist, keine Ahnung. Vielleicht auch der Nacken oder etwas, das quer sitzt und auch wieder nicht.

Ich mach mir noch einen Kaffee, schadet sicher nicht.

Habt einen schönen Tag.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Nachts im Garten

Es war eine wundervolle Nacht. Am Liebsten wäre ich überhaupt nicht ins Bett gegangen. Das Mondlicht tauchte alles in ein traumhaftes Licht. Und ich schnappte mir die digitale und das Stativ, nervte ein wenig meinen Mann und versuchte, im Dunklen zu fotografieren.

Fazit: Ich werde es wieder tun, vielleicht auch mit einer Analogen. Ich brauche ein besseres Stativ, denn mein 80er Jahre Billig-Hama-Ding wackelt wie ein Wackeldackel, wenn der Spiegel hochklappt. Und bei bis zu 25 Sekunden Belichtungszeit, ist das nicht so Bombe. Eine Taschenlampe hilft, zu fokussieren, bin ich leider erst am Ende drauf gekommen. (jaja, die einfachen Dinge im Leben, ich weiß)

Alice