Veröffentlicht in AnthoAlice, Kurzgeschichten

AnthoAlice – Utopia – Erste Zwischenbilanz

London mit Dschungeltieren

Die dritte Runde meiner Blogparade läuft und das Thema scheint ein wenig problematischer zu sein. Macht nichts, die bisher eingegangenen Beiträge entschädigen für die schmale Begeisterung. Vielleicht wird der eine oder andere von Euch ja doch noch mit dem Thema warm, wenn ihr euch einlest.

Bisher haben mitgemacht:

Jeraph mit Utopia – eine Familie, Eine Tür,

Schreibenwärmt mit SozialarbeiterinnenApp im Jahr 2038,

Meine Wenigkeit mit In einer kleinen Stadt,

Corly als Nachzügler zum Thema Erinnerungen mit Erinnerungen,

Zum Prozedere:

Jeder, der mitmachen möchte, ist willkommen. Die Runden dauern einen Monat, in diesem Fall vom 15.5.19 bis 15.6.19. Dann gibt es ein neues Thema.

Regeln gibt es kaum, es ist alles erwünscht, wenn es ca. 400 Wörter nicht überschreitet. Ob Fotografie, Text, egal welchen Genres, Skulpturen, Gehäkeltes, eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Euren Beitrag verlinkt ihr bitte hier, dann finde ich es auch, selbst, wenn der Ping mal nicht will.

Sollte ich wen vergessen haben, bitte melden.

Ansonsten wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und hoffe auf ein paar weitere schöne Beiträge.

Alice

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Autor:

Nachdenkliches, Persönliches, manchmal Witziges oder Absurdes beschäftigen mich und landen ungefiltert in meinem Blog.

6 Kommentare zu „AnthoAlice – Utopia – Erste Zwischenbilanz

  1. Ich muss mal wieder meinen Beitrag hierher kopieren, Gegenentwurf folgt:
    Ein Satz nur – Utopia I
    Beitrag zur Blogparade „Utopia“ von alice https://makeachoicealice.wordpress.com/

    Dass ich das noch erleben durfte. Alles nur wegen eines einzigen Satzes, der plötzlich überall erschien. An Mauern, auf Youtube, auf Tafeln vor Geschäften und Restaurants, als Blitzlicht im Kino, auf Straßenschildern:
    „Wollt Ihr wirklich so leben?!“

    Auf einmal ging alles ganz schnell. MIllionenfacher Aufschrei: „Nein!“ erklang. Es folgte ein Generalstreik, ein echter. Nicht am Samstag, mitten in der Woche. Forderungen wurden ausgesprochen. Nicht zum ersten Mal, doch dieses Mal wurden wir gehört. Weil wir gemeinsam handelten. Eine Woche hielten die meisten durch. Ohne zu fragen, wer ihnen den Verlust ersetzt. Sie verdienten eh so wenig, dass es kaum etwas zu verlieren gab. Das Maß war voll.

    Und was haben wir jetzt davon? Alles, was ich mir immer wünschte:

    Es gibt keine Grenzen mehr, Überwachungsanlagen wurden abgebaut, Busse und Bahnen fahren uns fast überall hin. Wer ein Auto braucht oder auch nur haben möchte, fährt mit Wasserstoff. Arbeit wird wieder anständig bezahlt, sodass eine Familie davon leben kann. Es gibt ein Grundeinkommen. Deshalb können mehr Menschen Familienangehörige zu Hause pflegen, Selbstversorger sein. Viele Häuser werden in Nachbarschaftshilfe gebaut, Kinder betreut. Die Verringerung der Arbeitssuchenden hat zu einer Erhöhung der Löhne geführt.

    Eine Form von Tauschhandel ist entstanden – Leistung gegen Leistung. Dadurch ist das Leben billiger, die Bevölkerung ist seelisch gesünder. Die meisten Menschen arbeiten gerne und freiwillig zusätzlich zum Grundeinkommen. Gewinne für Investoren wurden stark beschränkt, dadurch sind Mieten nicht mehr so hoch. Und noch wichtiger, der Wert von Profiten ist gesellschaftlich nicht mehr der höchste.

    Tolle Erfindungen zur Energiegewinnung sind aus den Schubladen befreit worden. Atom- und Kohlekraftwerke werden nicht mehr gebraucht. Geistige Arbeit wird von zu Hause erledigt, was viele Fahrten unnötig macht. Konferenzen finden vorwiegend am Bildschirm statt. Politker wurden ausgetauscht/abgewählt. Sie werden für Schäden, die sie der Gesellschaft zufügen, haftbar gemacht und sofort entlassen.

    Häuser sind begrünt, auf den Dächern wächst Obst, Salat und Gemüse, dazwischen stehen Liegestühle. das hat das soziale Miteinander und Verantwortungsbewusstsein für den Mitmenschen gestärkt. Straßen wurden zu Alleen mit gleichem Raum für Autos und Fahrräder.

    In Europa haben alle Länder gleiche Lebensbedingungen, gleiche Rechte. Wie man sein Leben gestaltet, bestimmt jeder selbst. Zerstörte Länder wurden wieder aufgebaut, sodass ein gutes Leben möglich ist. Auch hier steht der Schutz der Welt, der Natur an oberster Stelle. Die Völker dulden nichts anderes mehr. Es ist die oberste Direktive.

    Frieden ist eingekehrt.

    Gefällt 1 Person

  2. Der letzte Sonnenuntergang – Utopia II
    2. Beitrag zur Blogparade „Utopia“ von alice – https://makeachoicealice.wordpress.com/
    Die Landmasse hatte sich dramatisch verringert, die meisten Insekten waren ausgestorben, die Meere überfischt. Niemand hatte den Mahnern so richtig geglaubt. Schon gar nicht, wenn sie noch jung waren. Anstatt über ihre Worte nachzudenken, hatte man sie lächerlich gemacht, verleumdet, demontiert. So blieb der Profit – auch im Kleinen – das höchste Ziel.
    Versprechungen von Rentenerhöhung und Steuersenkungen lenkten schnell ab von Umweltproblemen, beginnenden Zweifeln. Außerdem gab es für alles Versicherungen. Was sollte da schon schiefgehen. Und wenn doch, dann konnte man vor Gericht klagen und Schadenersatz verlangen.
    Als ihnen endlich bewusst geworden war, dass immer mehr Land von den ansteigenden Ozeanen unter Wasser gezogen wurde, immer weniger Nahrung zur Verfügung stand, gab es schließlich niemanden, den man dafür hätte haftbar machen können – außer sich selbst. Jeder Einzelne trug die Schuld daran.
    Verteilungskämpfe hatten begonnen, weil alles knapp wurde. Jetzt erst recht war sich jeder selbst der Nächste.
    Das aufgerüstete Militär hatte die Bürgerkriege in den einzelnen Ländern mit äußerster Gewalt eindämmen können. Sie hatten sich auf diesen Ernstfall jahrelang vorbereitet. Doch anders als in ihren Planspielen blieben noch immer viel zu viele Menschen übrig.
    Die Böden in den früheren Kriegsgebieten waren nachhaltig verseucht und brachten kaum Ertrag, der auch vergiftet war. Das war kein nutzbarer Lebensraum. Auch hier hatte man sich gründlich verrechnet.
    Man brachte die Strafgefangenen dort hin – in große eingezäunte, von Drohnen überwachte Areale. Es waren viele, denn fast jede freie Handlung oder Rede war strafbar. Doch die Anzahl der restlichen Menschen war immer noch zu hoch, denn die Meeresspiegel stiegen weiter.
    So blieb dann nur noch die Bekämpfung der anderen bösen Nationen zur Landnahme. Es gab schließlich nichts, das eine kleine Atombombe nicht richten konnte. Selbst vor Asteroiden-Einschlägen schützte sie. Ein nuklearer Erstschlag war alternativlos.
    Der Schrecken hatte im militärischen Sandkasten und bei Computerberechnungen zu Frieden geführt – für die Überlebenden. Nicht so in der Realität. Da folgte auf den Erstschlag der Rückschlag.
    Die Atomraketen sind bereits unterwegs. Uns bleiben nur Minuten. Ich sitze mit meiner Familie auf der Terrasse. Wir halten uns fest, während wir zum letzten Mal einen vollkommenen Sonnenuntergang sehen.
    Nach uns die Sintflut.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich sehe das Problem, das mit der Seite für jeden Monat ist eine sehr gute Idee. Leider muss ich jetzt erst Bürokram machen, aber ich kümmere mich heute Abend darum und schubse deinen und die anderen Links an die richtige Stelle…
      Ganz liebe Grüße
      Alice

      Liken

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