Veröffentlicht in City, Fotografie

Fundstück

Manchmal ist es ganz schön, in alten Sachen herumzuwühlen, zu schauen, was sich da so findet.

Ich schmiss den Scanner an und wühlte in den alten Negativen. Da entdeckte ich einen bislang nie gesichteten Film. Mein erster Mann hat während des Studiums ein altes Industriegebäude aufgenommen. Bisher hatte ich ihn immer beiseite gelegt, wenn ich solche Anwandlungen hatte. Heute habe ich ihn mir mal genauer angesehen und muss gestehen, ich wäre gerne beim Fotografieren dabei gewesen.

Wenigstens die Nachbearbeitung ist von mir.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Schreiben

22 WOCHEN – 1 OBJEKT: WOCHE #15

Zum Fotoprojekt bei Wortman und Aequitas et Veritas.

Foto: James Pond, Unsplash

Irgenwann muss es sein. Es war dermaßen schmutzig, dass das weiße Fell bestenfalls eine Erinnerung war. Also durfte es heute mit in die Wanne hüpfen.

Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, doch das flauschige Handtuch am Schluss fand es dann doch ganz cool.

Leider ist nicht alles abgegegangen, also werden wir die Prozedur noch einmal wiederholen dürfen.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Berlin, Berlin

Ich hab noch einen Koffer dort. Obwohl ich nur zwei Mal dort war, bin ich verliebt in diese Stadt. Jetzt steht eine Fahrt an und ich muss mit meinem Mann die zur Verfügung stehenden zwei Tage vernünftig planen.

Der Fokus liegt bei uns Beiden beim Fotografieren. Eine App zum Auffinden diverser Orte, habe ich bereits installiert.

Da ich mir sicher bin, dass es hier eine Menge netter Menschen gibt, die diese Stadt viel besser kennen als ich, möchte ich mir Tipps holen.

Was muss man gesehen haben, vielleicht auch abseits der ganzen Touristenziele? Was lohnt sich, zu fotografieren?

Alice

Veröffentlicht in Fotografie

22 WOCHEN – 1 OBJEKT – WOCHE #14

Zum Fotoprojekt bei Wortman und Aequitas et Veritas

Wir sind in Verzug, mit so vielem. Warum nicht auch hier?

Die Zeit hat meine Dosenöffnerin allerdings nicht ungenutzt verstreichen lassen. Sie war in Archiven unterwegs. Und ob ihr es glaubt, oder nicht. Sie hat ein Foto meines Urururgroßvaters gefunden.

Er arbeitete als Ingenieur aufm Pütt und war für die Stromerzeugung zuständig.

Wenn niemand hinsah, drehte er auch schon mal eine Runde auf dem Elektromotor.

Alice

Veröffentlicht in Begegnungen

365 Begegnungen – Tag 56 – Wochenend und Sonnenschein

Die Sonne ist wieder da, wie ich aus dem Fenster meines Arbeitsplatzes sehen konnte. Der perfekte Auftakt für ein schönes Wochenende, was leider schon wieder halb verplant ist.

Aber davon lasse ich mir die Laune nicht vermiesen. Die Heimfahrt verlief dieses Mal über einen kleinen Umweg. Das Fleisch wollte abgeholt werden.

Pünktlich stand ich mit den Kühlbehältern vor der Tür und klingelte. Doch nicht der Kollege, der die Schlachtung hat durchführen lassen, noch seine Frau, die wissend aufpassend immer daneben steht, nein, ein weiterer Kollege hatte sich eingefunden, um ebenso wie ich von dem Weidevieh zu naschen.

Seine Frau kenne ich nur von einer Weihnachtsfeier vor Jahren. Ich gehe schon lange nicht mehr dahin, treffe zu viele Geister und zu viel Alltag und wenn Ende November die Liste wieder ausgehängt wird, weiß ich nur eins. Ich bin nicht dabei.

Der Kollege schien peinlich berührt, während ich mich mit seiner Frau über Essen, Kinder und Hunde unterhielt. Was man so sagt, wenn man sich zwar schon begegnet ist, aber eigentlich nicht kennt und einen unverfänglichen gemeinsamen Nenner sucht.

Es schien ihm nicht zu passen, dass wir uns unterhielten, ab und an freundlich höflich lachten, um uns die Zeit zu vertreiben, bis wir an der Reihe waren. Sie ist nett, finde ich, sehr natürlich. Dennoch schien ein bisschen Eis zwischen ihr und ihrem Mann gewachsen zu sein und ich ahne. Verraten werde ich es hier nicht, zu schön ist der Stoff für eine Geschichte.

Wie ich vermutete, war er mit dem Einkauf rasch fertig. Nur eine Tasche war gefüllt, der mitgebrachte Korb blieb leer. Ich grinste und mutmaßte, dass er so schnell wie möglich aus meinem Dunstkreis verschwinden wollte. Warum auch immer, wir sind uns nicht feind.

Im Keller roch es nach Fleisch und Blut. Ich dankte Gott für meinen guten Magen, zumindest, wenn ich keinen Stress habe, ist er top. Ich kaufte und ich kann sagen, dass wir für ein Weilchen sehr gut versorgt sind.

Die Heimfahrt machte mein Navi mit dem Herrgott aus. Es war wunderschön. Die Landschaft, in gleißendes Herbstlicht gerückt, hat mich immer wieder auf einen Fotoexkurs eingeladen. Doch leider gab es kaum Möglichkeiten rechts ran zu fahren. Und ich hatte einen Auftrag. 25 kg bestes Angusfleisch nach Hause zu bringen und vorher die Hälfte bei den Schwiegereltern abzuliefern.

Einen kleinen Kugelausflug gönnte ich mir und ich mag die Ergebnisse, auch wenn ich den grandiosen Sonnenuntergang auf der Bundesstraße verpasste. Morgen ist auch noch ein Tag.

Anklicken macht die Bilder groß.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Fördertürme

Vom Ausflug am Freitag blieben tatsächlich noch ein paar unbearbeitete Bilder zurück. Und, wie ich feststellen durfte, darauf war überwiegend der Förderturm.

Nunja, ich war schon einmal dort, habe mich fototechnisch schon ordentlich ausgetobt, das Ergebnis hat mich dennoch amüsiert.

Also genießt DEN FÖRDERTURM, von links, rechts, oben und unten.

Wie immer macht Anklicken die Bilder groß.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Rumkugeln

Die Bilder sind bearbeitet, ich bin zufrieden. Für den ersten Durchgang ist das Ergebnis in Ordnung, ein paar sehr hübsche Effekte sind entstanden.

Anklicken macht die Bilder groß, wie immer, halt.

Alice

Veröffentlicht in Begegnungen, City, Fotografie

365 Begegnungen – Tag 42 – Die Kugel

Der Tag begann – wie erwartet – mit Muskelkater und einer tatsächlich bleiernen Müdigkeit der Gelenke.

Ich treibe zu wenig Sport, durfte ich erneut feststellen und machte mich dennoch auf den Weg. Mein Psychater, ein wirklich angenehmer Ausnahmemensch, bescherte mir ein unterhaltsamens Gespräch und interessante Einblicke in ein sehr menschliches Gegenüber.

Man hört immer so viel Schlechtes über diesen Berufsstand, da muss ich auch einmal loben dürfen.

Da wir schon auf dem halben Weg waren, ging es weiter zur Zeche Zollern. Und da ich dort schon sehr Vieles abgelichtet habe, nahm ich mein Spielzeug mit, einen Lensball.

Zugegeben, es ist nicht einfach damit.

Zuerst, wie lege ich ihn ab? Leider bleibt er nicht in perfekter Position in der Luft hängen. Der Vorschlag meines Mannes, dass er ihn hochwerfe und ich im passenden Moment abdrücke, habe ich noch nicht einmal in Erwägung gezogen.

Also sind auf fast allen Bildern Finger drauf, meistens meine.

Links heben, mit rechts anvisieren, peilen, knipsen.

Trotzdem sind ein paar witzige Aufnahmen gelungen. Ich setze sie hier so nach und nach rein. Die Nachbearbeitung frisst gerade eine Menge Zeit.

Aber zur Kugel. Aus Glas ist sie, deshalb war das mit dem Hochwerfen eine wirklich schlechte Idee. Sie fängt das Licht und bündelt es. In vollem Sonnenlicht zu knipsen, bedeutet Brandwunden an der Hand zu riskieren. Es fühlt sich wie ein Wespenstich an und man möchte am Liebsten loslassen, doch das ist (siehe oben) keine besonders gute Idee.

Das Spannende an ihr, ist ihre Fähigkeit, die Welt auf den Kopf zu stellen. Und das wiederum mag ich. Und sie krümmt die Seitenränder so sehr, als würde die ganze Welt in ihr Platz finden.

Was für eine schöne Idee, eine seitenverkehrte Papallelwelt, die für nur 14,99 bei Amazon erhältlich ist und unter Sonneneinstrahlung die diesseitige in Brand setzt.

Mit diesem Bild im Kopf verabschiede ich mich jetzt wieder zu den Fotos.

Alice