Tag 68/365 – Getönt

Die Ansätze schreien nach Farbe. Meine Güte, das nervt mich. Würde ich mich grau wohl fühlen, ich würde den Mist lassen. Die meisten Männer färben auch nicht, wozu auch, bei ihnen wirkt es ja interessant. Doch ich kann mich noch nicht lösen, genausowenig, wie von dem Morgenkippen und dem dritten Kaffee. Die Coronanachrichten treiben mir…

Tag 67/365 -Starke Gesichter

Ich muss gestehen, ich fühle mich schon privilegiert. Diese Chance, Portraits zu üben, mich mit einer Einzelperson und ausreichend Abstand in einen Raum verziehen zu dürfen und mit ihnen das zu üben, was mich tatsächlich über die Maßen fasziniert, ist echtes Glück. Man lernt sich kennen, wenn der eine im Licht, der andere im Schatten…

Tag 66/365 – Chuzpe

Ich mag das Wort, ich mag überhaupt viele Wörter, die dem Jiddischen entlehnt sind, die geblieben sind und zumindest bei den Älteren unter uns, noch im Sprachgebrauch vorhanden sind. Bemüht man Google, findet man als Übersetzung eine Art dreiste Zielgerichtigkeit, die aber eher charmant und nicht gemein ist. Eine freundliche Frechheit, ein Mut, die eigenen…

Deppert

Gerade heute fühle ich mich deppert. Erst ist der eine Film gnadenlos überbelichtet und es hat mich Stunden gekostet, zumindest die Abzüge einigermaßen hinzubekommen. Allerdings hat sich die Fehlerquelle gezeigt. Die Batterien waren schwach und nach dem Shooting tat die Kamera keinen Muckser mehr. Als erstes scheint wohl der Belichtungsmesser zu versagen. Gut zu wissen….

Tag 65/365 – Zu dicht für Licht

Fehler gehören dazu, das ist mir klar. Wenn aber die Hobbyfotografin während des Shootings mehr auf das tolle Gespräch achtet, was sich entwickelt als auf die Lichtverhältnisse, passiert das, was mich gestern den ganzen Tag beschäftigt hat. Die Negative waren überbelichtet und der Scanner weigerte sich, sie vernünftig einzuscannen. Für den, der, so wie ich…

Tag 64/365 – Was geht und was nicht

Ins Handeln kommen, so erklärt es mir mein Therapeut, ist wichtig. Dieses Denken-Fühlen-Handeln-Dreieck bleibt für ihn der Ausgangspunkt. Und er hat Recht. Gedacht habe ich schon genug. Tue ich immer noch, auch wenn es mich manchmal nicht vom Fleck bringt. Gefühlt habe ich einiges, auch an manchen Stellen los- und zugelassen, was ich nicht fühlen…

Tag 63/365 – Was tun

Man wird nicht besser, wenn man nichts tut. Deswegen bin ich heute in der Dunkelkammer und habe endlich (!!!) einmal Fotopapier in die alte (120 Jahre) Krügener geladen. 15 Minuten Belichtungszeit bei Blende 25 und ISO3. Währenddessen saß jemand im Bild, macht aber nix. Sonst? Ausbelichten von angehäuften Negativen auf Papier. Ich merke, wie ich…

Schnäppchenzeit

Ich gebe zu, ich gebe für meine Hobbys reichlich Geld aus. Momentan sind es eine Art Therapiekosten, die mir leider nicht von der Krankenkasse erstattet werden. Mit einer Vielzahl immer neuer Ideen verflucht, versuche ich mich in allerlei neuen Disziplinen, versuche mit Macht, weiterzukommen, gestehe mir zu, Energie in erfolgversprechende Ideen zu stecken. Dazu gehört…

Tag 62/365 – Spaß gehabt

Ich bin immer noch Neuling bei den Portraits und gestern hatte ich ordentlich Bauchweh, als ich zum ersten Termin stiefelte. Doch es lief so entspannt, wie es nur laufen könnte. Tatsächlich sind 31 von 36 Bildern was geworden und in vier davon war ich schockverliebt. in die Bilder wohlgemerkt, nicht in das Model. Und wir…