Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Der schönste Platz

Der schönste Platz ist gerade im Keller. Es ist kühl dort bei angenehmen 70% Luftfeuchtigkeit. geradezu paradiesisch, wenn die unbeschuhten Füße auf den Fliesen auskühlen, während sich Bilder auf Papier entwickeln.

Ich habe zwar noch nicht komplett den Bogen raus, doch die Belichtungsreihe sei mein. Endlich habe ich das Konzept verstanden und kann es auch nutzen. Selbst, wenn ich nach wie vor die Verschwendung von teurem Papier verdamme. Es geht nicht ohne und gut Ding will Weile haben.

Denke ich an meine ersten Versuche von vor einem Dreivierteljahr, bin ich recht stolz. Ich bleibe entspannt, weiß worauf es ankommt und bin zufrieden, wenn ein oder vielleicht zwei ausgesuchte Negative aufs Papier wandern.

Wie wenig tatsächlich vergrößerungswürdig ist, zeigt mir, wie viel Arbeit ich noch in die Negative stecken muss, wie viel Luft nach oben ist. Doch auch da werde ich ruhiger und lasse mir mehr Zeit.

Hier oben ist es wieder warm und ich überlege, was ich mit den Abzügen machen könnte.

Alice

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Neue Spielzeuge

Jede Kamera, die ins Haus flattert, muss da durch. Einen (einfachen) Film ertragen, beknipst und ausgetestet werden, bis ich weiß, woran ich bin.

Die Altix und die Vitoret halten, was ihre guten namen versprechen. Die Zeiten sind in Ordnung, sie laufen sauber und weich. Vor allem die kleine Altix hat es mir angetan. Eine waschechte Handtäschchenkamera.

Ein paar der Bilder haben gute Aussichten, zu Lieblingen zu werden, warum auch immer.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Ein Leckerchen

Bei der ersten Durchsicht der Bilder ist es tatsächlich untergegangen. Ich schiebe es aufs schwüle Wetter und die Uhrzeit. Doch jetzt, wo ich soweiso nicht mehr schlafen konnte und mich noch einmal an die Bildbearbeitung setzte, fiel es mir auf.

Ich mag Mohn, ich mag Hummeln und ich mag sie auch in schwarzweiß.

Alice

PS: Und noch einmal, das ist eine analoge Aufnahme von einem Relikt aus den 60ern 😉

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Edixa

Geschenkt habe ich sie bekommen und sie machte nicht viel her. Das Kunstleder löste sich überall. Ich zog es ab, schrubbte vorsichtig den Kleber runter und ließ einen Film probelaufen. Außer ein paar Belichtungsfehlern, bin ich außerordentlich zufrieden, die Linse ist der Hammer.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Rückblende

Als alles mit Corona noch neu war und ich auf online umgestellt wurde, verließ ich selten das Haus. Ich beschränkte meine Fotoexperimente auf Haus und Garten, lichtete die Tiere ab und langweilte mich damit. Einige der Schwarzweißbilder, die gestern aus der Suppe kamen, sind dennoch sehr schön geworden.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Im Nebel

Wenn der Nebel über das Land fällt, wird es still. Die Konturen verschwimmen, die Luft ist feuchtkalter Atem. Die Welt wird klein und leer, Bekanntes erscheint unwirklich, Die Zeit scheint zurückgedreht.

Ich bin gerne am Niederrhein. Nicht nur, weil ich daher komme und diese Stille zu schätzen gelernt habe.

Es ist ein weites Land, das sich gerne in den Wolken versteckt.

Die beiden Bilder habe ich im Januar in Wesel gemacht. Der Film füllte sich erst in Hamburg. Es war diesig an diesem Tag, fast Schmuddelwetter. Eigentlich hatte ich keine Lust auf einen Ausflug, doch der Blick über das flache Land hat mich mit der Kälte versöhnt.

Alice

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Ohne Netz

Vor einigen Tagen war meine neue Prinzessin am Start, die Contessa, eine Kleinbildsucherkamera aus dem Hause Zeiss. Gute 60 Jahre hat sie auf dem Buckel, die Selenzelle ist schon lange Schnee von gestern.

Ich fotografierte intuitiv, wenn die Sonne lacht, nimm Blende 8, das Ergebnis war leicht überbelichtet, aber der Negativscanner hat es gerichtet.

Ich beobachte an mir, dass mich dieses fotografieren ohne Netz und doppelten Boden immer noch verunsichert. Ich kann nicht wirklich abschätzen, was ich da tue, das Ergebnis ist unter Umständen erst nach Wochen sichtbar.

Die digitale Fotografie mag bequem sein und ich nutze sie auch gerne, aber dieses Rundumsorglospaket kauft mir tatsächlich ein wenig den Schneid ab. ich brauche mich nicht auf mein Gefühl zu verlassen, brauche nicht die Lichtsituation mit meinen Augen abzuschätzen, ich brauche nicht scharf zu stellen.

Natürlich gelingen dann mehr Fotos… oder? Wenn ich es genau überlege, ist der Prozentsatz Ausschuss bei meinen analogen Experimenten wesentlich geringer.

Aber nun zu den Bildern. Die Contessa hat gute Arbeit geleistet, sie wird mich jetzt sicherlich häufiger begleiten dürfen.

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Analog forever

Obwohl es mir heute alles andere als blendend geht, habe ich es geschafft, mich aufzuraffen, die letzten beiden Filme zu entwickeln. Der eine lief dabei normal durch, der andere wurde doppelbelichtet. Es sind einige spannende Effekte entstanden, aber seht selbst. (Anklicken macht die Bilder groß).

Alice