Nachtrag Tag 268/365 – Richtungslos

Wenn es stimmt, dass es erst schlimmer werden muss, bevor es besser wird, dann bin ich auf einem guten Weg. Flucht ist auch eine Fortbewegungsart und ich renne kopflos zwischen vermeintlichen Zielen hin und her. Just in dem Moment, wo ich hoffe oder meine, die Fährte aufgenommen zu haben, versagt sie mir sofort den Dienst…

Tag 267/365 – Absagen und Angebote

Es läuft nicht immer alles rund und ein Teil meiner Zukunftsplanung hat sich gestern nett zerschlagen. Ich hatte es erwartet, hatte nicht mit Unterstützung gerechnet. Wo sollte sie auch auf einmal herkommen. es würde ja Mühe machen und Verständnis voraussetzen und Wertschätzung, vor allem dies. Stattdessen bekam ich ein Angebot in dem, was ich schon…

Tag 266/365 – Augenblicke

Es sind Geschenke, die ich erlebe, wenn ich ins Hospiz gehe. Und die Fotografie ist dann tatsächlich untergeordnet. Meist kann ich mich gar nicht so darauf konzentrieren, wie ich es gerne würde, verhasple mich, beachte Grundregeln nicht und brauche ewig mit den Bildbearbeitungsprogrammen, um die Fehler wieder auszubügeln. Die Begegnungen, die für mich stattfinden, die…

Tag 265/365 – Noch hundert Tage

Auf diese Weise ein Tagebuch zu schreiben, erinnert immer daran, was die Stunde geschlagen hat. Noch hundert Tage dauert dieses Jahr und das ist nicht mehr so viel. Zeit, zumindest für mich, zurück- und nach vorn zu blicken. Ich war zu wenig in der Dunkelkammer, hab zu wenig die analogen Schätze bewegt, hab zu wenig…

Tag 264/365 – Planänderung

Eine Chance, auf die ich mich gefreut habe, muss verschoben werden. Andere Termine grätschen beim Gegenüber dazwischen, ich muss mich auf 2 Wochen einstellen. Das frustriert, weil ich nicht so weiterkomme, wie ich wünsche. Überhaupt komme ich gerade nicht vom Fleck auf allen Kanälen und ich frage mich mal wieder, ob dieser Weg nun doch…

Nachtrag Tag 263/365 – Resumee

Ich habe den Ball flach gehalten, mich relaxt zurückgelegt, versucht nett, aber nicht dienstfertig zu sein, den Unzufriedenen ihren Ärger zu lassen und den Rest einfach abperlen zu lassen. Und das hat irgendwie etwas geklappt. Zumindest ein bisschen. Ansatzweise könnte man sagen. Ein Anfang wie so Vieles, ein erster Schritt auf einem langen Weg. Die…

Tag 262/365 – Wochenend ohne Sonnenschein

Es ist, wie es ist. Der Herbst kommt und das Wetter zeigt die Zähne. Die Sonne macht einen auf Zicke und es ist gemütlich, drinnen zu bleiben. Dennoch treiben mich Ideen nach draußen und ich muss noch etwas testen und vorbereiten für die nächste Woche, die wegen anstehender Experimente turbulent zu werden droht. Doch das…

Tag 261/365 – Aggressive Mitatmer

Es mag an meiner Kindheit liegen, dem cholerischen Verhalten meines Vaters und der unterlassenen Hilfe meiner Mutter. Begegne ich aggressiven Mitatmern, wird es eng für mich. Wer kennt sie nicht, die Bekannten oder Kollegen, die, kaum, dass sie einen Raum betreten, die Aufmerksamkeit an sich reißen. Menschen, die dreist alles beiseite schieben, was anderen gehört…

Tage 259 und 260/365 – Verspäteter Wusttag

Der Tag fing harmlos an und wuchs sich zu einem Wust an Aktionen aus. Am Ende fiel ich müde ins Bett, zu erschöpft für einen klitzekleinen Minieintrag im Blog. Ich könnte jetzt alles aufzählen, über den gigantischen Geburtstagskuchen schreiben, den ich für den Jüngsten buk oder zumindest vorbereitete, während direkt neben mir zwei große Jungs…

Tag 253/365 – Nicht wie der Alte!

Der gestrige Tag war anstrengend und ich bekam die Quittung morgens um halb drei, als ich wieder wach wurde und der Schlaf eine weitere Zusammenarbeit verweigerte. Die Therapiesitzung hat viel Neues angestoßen, es geht immer noch ums Alleinsein und Autonomie. Zwei Seiten einer Medaille und ich weiß nicht, welche schlimmer für mich ist. Die eine…