Tag 108/365 – Klarer Kopf

Diese Selbsthypnosen haben seltsame Nebenwirkungen. Ich rege mich nämlich nicht mehr auf. Als ich gestern noch in die Dunkelkammer abtauchte, um einige Bilder für die Ausstellung auszubelichten, ging nämlich alles schief. Zuerst einmal ist 24×30 deutlich größer als 18×24. Das hat der Vergrößerer kapiert, ich aber nicht. Als ich endlich den Kopf bis unter die…

Tag 107/365 – Kellertime

Das Wetter da draußen wäre eine perfekte Ausrede, doch ich habe mir vorgenommen, es zu ignorieren, zumindest zeitweise. Papier, Rahmen und Passepartouts liegen bereit, die Abzüge für die Miniausstellung der Portraitergebnisse stehen an. Nebenher wartet allerdings noch ein Goldstück, dass mein Mann mir in einem Anflug von akutem Wahnsinn verehrte. Ich tröste mich damit, dass…

Tag 106/365 – Entspannung

Mein Leben ist gerade wieder etwas unentspannter. Streit liegt in der Luft, weil Grenzen missachtet werden, Dinge wieder vorausgesetzt werden, die ich nicht liefern will, nicht mehr zumindest. Die eingeleitete Rückkehr an den Arbeitsplatz tut ihr Übriges. Entspannen kann ich tatsächlich gerade am besten mit dieser geführten Selbsthypnose. Meditation würde sicher auch gehen oder etwas…

Tag 102/365 – Filmabend

Wenn der Mann online mit seinen Freunden DSA zockt, mache ich mit den Söhnen einen Filmabend. Das hat sich in den letzten Monaten so eingebürgert, ein schöner Nebeneffekt des Zuhausehockens, selbst, wenn wir uns bei den Filmen nicht einig werden können. Am Ende schauen wir einen Kompromiss oder finden doch etwas, was allen gefällt. Gestern…

Tag 101/365 – Pläne und Wünsche

Ich habe viele Wünsche. Einige davon lassen sich recht einfach erfüllen, andere sind eine größere Herausforderung oder schlicht zumindest momentan unmöglich. Manchmal braucht es allerdings nur einen kleinen Stups, um etwas in die Wege zu leiten. Und auf einmal ist man mittendrin und plant etwas, von dem man vor einem Jahr noch gar nicht wusste,…

Tag 100/365 – Ten and more

Wir sind viele, noch. Im Haus leben sechs Menschen, die alle zumindest vor dem Gesetz erwachsen sind. Dazu gesellen sich zwei Hunde und zwei Katzen. Es gibt vier weibliche Wesen, ich gehöre also einer Minderheit an. Es ist mein Zuhause, hier wohne ich, hier versuche ich mein Leben auf die Kette zu bekommen. Jeder der…

Tag 98/365 – Sinnsuchend, mal wieder

Am Ende dreht sich alles um den Sinn. Man kann versuchen, es zu ignorieren, sich ablenken, sich zudröhnen von mir aus, doch zwischendurch steht jeder von uns vor dieser Frage. Selbst, wenn man es sich nicht eingestehen möchte, dort und nur dort versucht man, sich zu finden. Ich kenne Menschen, die in jungen Jahren bereits…

Tag 97/365 – Schiefgehen

Die Dunkelkammersession war ernüchternd, irgendwas ist schief gelaufen und ich musste Bilder beschneiden, bevor ich sie raus geben konnte. Ich mag so was nicht, möchte immer perfekte Arbeit abliefern, auch wenn es für loppo ist. Der Rest des Tages war nicht besser. Der Haussegen hängt ziemlich schief und ich hätte gerne eine Keule, um ihn…

Tag 96/365 – April

Es ist eigentlich ein schöner Monat, doch gerade zweifle ich ein wenig am Frühling. Es gab schon ein paar Tage, da dachte ich an den Sommer und flüchtete aus dem warmen Wintergarten. Doch gerade ist draußen Winter und außer , dass ich mit der Kamera raus möchte, regt sich bei mir klein Verlangen nach Frischluft….

Tag 93/365 – Starksein

Ich schreibe hier schon eine Weile über meinen psychischen Zustand und manchmal habe ich das Gefühl, mich im Kreis zu drehen. Dann tauchen Themen wieder auf, die ich schon bearbeitet glaubte, die auf einmal aber wieder in neuem Licht aus der Versenkung auftauchen. Eines wurde gestern zum Thema, als mich eine (glücklicherweise Mini-) Migräne für…