Veröffentlicht in Mal über mich

Mein zweites Zuhause

Leider sind die Indooraufnahmen nichts geworden, warum auch immer. Aber das hier ist mein kleines Reich, wo ich meistens meine Ruhe habe.

Wer vorbeikommen mag oder bei facebook den Künstlerhof Lavesum liken, ich würde mich sehr freuen 🙂

Alice

Veröffentlicht in Fotografie

Am Straßenrand

Gehe ich mit den Hunden, lege ich wenig Wert auf Begegnungen. Trubel habe ich zu Hause genug, da möchte ich nicht zwingend anderen Menschen begegnen. In der heutigen Zeit nicht und auch sonst, fühle ich mich mit mir alleine oder wenig Gesellschaft wesentlich wohler.

Die Gegenden, die ich aufsuche, sind deshalb wenig frequentiert. Ich mag tiefe Wälder und Trampelpfade neben leeren Pumpenhäusern. Die Brombeerranken greifen nach mir, irgendwo verrottet Holz und über mir kreist ein Raubvogel. Der Rest ist still.

Und da liegen sie manchmal, solche Schätze. Dieses scheint, so lehmverklebt, wie es ist, lange im Wasser gelegen zu haben. Irgendwann wurde es sicher geklaut, dann vermisst. Ein Polizist hat eine Anzeige geschrieben und eine Versicherung hat bezahlt. Dann wurde es ins Wasser geworfen oder fiel hinein. Es wurde geborgen und einfach an der Seite abgelegt.

Dort ruht es jetzt, grüßt die Vorübergehenden, hält netterweise die Klappe und lässt Moos über sich wachsen.

Guter Plan

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Mehr Licht

Ja, er braucht Licht, der Retropan soft, allerdings nicht so viel, wie ein Unterlassen der ISO-Einstellungsanpassung nach sich zieht. Einen 320 auf 100 zu belichten, das habe ich bisher noch nicht gemacht. Also habe ich gepullt, die Werte gab mir eine App. Doch so richtig happy bin ich mit dem Film dennoch nicht. Das meiste ist tatsächlich zu rauschig.

So gut, wie ich den dazugehörenden Entwickler finde, so schlecht komme ich mit dem Film klar.

Aber diese hier, die Schopftintlinge, die Pimmelpilze, die finde ich ganz gut gelungen.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Gemischte Tüte

Der Tag begann wirklich gut. Ich fuhr früh hinaus, packte die Fototasche und experimentierte mit Filtern und Filmen. Die Motive sind hier aus dem Umland. Wald und Pilze überwiegend. Rotfilter macht Drama durfte ich lernen und die kleine Erweiterung meines fototechnischen Wortschatzes, hat Spaß gemacht.

Doch später kam eine Nachricht, die mich nervös machte, die Handeln erfordert und bei der ich tatsächlich aktiv Hilfe bräuchte von denen, die dafür bezahlt werden. Doch daraus wird nichts werden, schätze ich und deshalb wartet morgen ein recht anstrengender Tag auf mich.

Doch noch will ich nicht dran denken, konzentriere mich lieber auf die Scans und freue mich über die Bilder, die gelungen sind.

Alice

Veröffentlicht in Fotografie, Natur

Nur Gemüse

Es war eine Idee, die Kamera, eine mit schwarzem Stoff ausgestattete Einkaufsbox, ein bisschen indirektes Licht. Die digitale machte die Vorhut, ich schaute, was passiert, wenn ich Gemüse ablichte und ein paar skurrile Früchte.

Es ist nicht alles scharf bis in die letzte Pore, doch das muss es nicht. Ein Gefühl entwickelte sich, während ich die Kamera hin und her schob und das Gemüse auswählte, drehte und betrachtete.

Auch wenn das jetzt blöd und aufgesetzt klingt. Ich habe das fotografiert, was ich fühlte….und das tatsächlich zum ersten Mal.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Es fährt ein Zug

Als ich unter der Brücke stand, konnte ich kaum glauben, dass dort noch Züge fahren. Doch alle Viertelstunde donnerte eine S-Bahn oder ein Güterzug darüber. Unten die Lippe, Treibholz, Geäst, ein paar Graffitis und alte Steine.

Ganz am Ende eines Feldweges, kurz hinter einer Art Datscha, eines Vorortwochenendhüttchens, das irgendwie den Eindruck erweckte dauerhaft bewohnt zu sein, da stand sie. Unspektakulär, eine von vielen Brücken hier in der gegend. Die Wasserläufe wollen überspannt werden.

Steht man daneben, dann geht es zumindest mir immer so, dass ich daran entlang blicken möchte und – auch wenn es eine banale S-Bahnbrücke ist – es regt sich tief in mir ein bisschen Fernweh. Lieber dort, nicht hier. Unterwegs sein für einen Augenblick, beginnen, starten, ankommen. Egal wo.

Unter diesen Brücken ist es immer dunkel oder dämmrig. Der Boden leicht feucht, es riecht pilzig und man hat das Gefühl, schauen zu müssen, wo man hintritt. Eine Stelle fiel mir ins Auge. Der Boden war weicher dort, wirkte lebendiger, mehr Pilze wuchsen und ein seltsamer Geruch lag in der Luft.

Ich musste unwillkürlich grinsen. Entweder dort ist schon jemand verscharrt oder es ist die perfekte Stelle dafür.

Alice