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Erschöpft

Die ganze Woche schon kämpfe ich, weil einfach immer zu viel, zu laut, zu turbulent daherkommt. Ich renne den tausend kleinen Arbeiten hinterher und komme auf keinen grünen Zweig.

Gestern spitzte sich das Drama zu, der Geburtstag des Juniors nebst Grillabend und Afterdinnerbespaßung. Es war lustig, es war schön, es hat alles geklappt. Er war zufrieden, seine Freundin war ausreichend im Mittelpunkt, doch ich bin gar.

Der Mann ist seit Tagen gereizt, ich habe keine Idee, was ihm quer sitzt und das macht es nicht besser.

Beim Waldspaziergang gestern, überlegte ich kurz, mich in die Büsche zu schlagen. Der Halbstarke rüttelte an jedem Baum und nölte nebenher mit der Hündin, die er führen durfte (das überlege ich mir nochmal) und der Mann zerrte an dem Rüden herum. Ich versuchte zu fotografieren und eine KeineAhnungwosieherkam quatschte uns plötzlich mit einem Holzstück in der Hand zu, dass ihrer Meinung aussah, wie ein Adler. Ich sah nur Jesus, schwieg aber lieber.

Heute morgen darf ich die beiden noch zu ihr fahren und dann vielleicht endlich zur Ruhe kommen. Im Atelier war ich die ganze Woche noch nicht, der neue Vergrößerer möchte eingeweiht werden.

Dabei möchte ich einfach nur meine Ruhe.

Alice

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Katzenminze

Unter meiner linken Hand schnurrt eine kleine Maschine. So scheu, wie sie sonst ist, in den ruhigen Stunden, bevor das Haus erwacht, ist sie fast aufdringlich kuschelig, fordert vehement Streicheleinheiten ein und hört erst auf, wenn der Tank für den Tag gefüllt ist.

Kleine Spuckefäden, voller Genuss an meinen kraulenden Fingern abgewischt, winzig kleine Öhrchen, die sich in meiner Hand aufrollen, samtschwarzes rauweiches Fell, das gegen die Wuchsrichtung gestrichen werden muss.

Katzen sind seltsame Begleiter, niemand besitzt sie und es bricht mir das Herz, dass unsere beiden ihr Leben eingesperrt verbringen müssen. Die kleine, weil sie chronisch krank ist und schon zwei ihrer Leben bei schweren Infektionen aufgebraucht hat. Die andere, weil es ihr wohl besser geht, sie aber nie wieder so wird, wie früher und ich sie in dieser Gegend, wo offenbar ein Tierquäler lebt, nicht mehr freilassen möchte.

Beide sind Opportunisten, das nimmt man in Kauf, wenn man sich eine Katze zulegt. Sie tut nur das, was sie will, wenn sie es will. Sie nimmt sich, was sie braucht und lässt das andere links liegen. Manchmal beneide ich sie, möchte es ihnen gleichtun, die lästigen Pflichten ignorieren und für einen Moment einfach das tun, was mir passt.

Gestern wäre dann ganz anders verlaufen, der ganze Stress und die vollgepackten Stunden hätte ich einfach ignoriert, die Arbeit Arbeit sein lassen und mich ausgiebig entspannt. Die Waldrunde mit den Hunden wäre früher und ausgedehnter gewesen, die Sorge, etwas zu vergessen, einfach vergessen worden.

Ich hätte mich mit Skizzenblock oder Buch in die warme Frühherbstsonne gesetzt und die Wünsche aller anderen ignoriert. Zur Belohnung für meine Untätigkeit hätte ich mich noch in etwas Katzenminze gewälzt und das wäre mein Tag gewesen.

Alice

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Effektiv

Es ist kurz nach neun und ein Teil des Tagesprogramms ist bereits abgearbeitet. Der Sport ist nach vorne gerückt und ich muss zugeben, dass es mich heute quälte. Vielleicht war es noch zu früh oder die Muskulatur etwas sauer. Doch ich spüre, wie es mich immer stärker macht. Und das tut mir gut. Ich bin ein Bewegungsmensch und wenn da nicht die Stimmen wären, die mir ab und an ins Ohr flüstern, dass es ja doch nichts bringt, würde ich die trägen Phasen besser verkraften.

Manchmal frage ich mich, warum alles zu etwas führen muss. Dieser Leistungsgedanke vergällt mir mein ganzes Leben. Der Selbstzweck geht dabei über den Jordan und für mich wird Spaß sehr schnell zu Stress.

Natürlich muss gearbeitet werden und auch im Hobby sind gute Ergebnisse erfreulich. Doch die sind nicht die Hauptsache, eher der angenehme Nebeneffekt. Heute morgen bin ich effektiv. Gleich schnappe ich mir noch Hunde und Sohn, drehe eine Runde und trainiere ein wenig Gehorsam. Der ist in der letzten Zeit auf der Strecke geblieben. Die Decken der kranken Katze sind in der Maschine. Es wird besser, wenn auch langsam. Der Pumakäfiggestank wird weniger, ein Zeichen, dass sie wieder mehr Kontrolle über den Körper bekommt.

Der Mann ist zur Arbeit, ein Einkauf steht an bevor ich heute Mittag noch ein wenig Kundenbetreuung machen muss. Das Radio hätte gerne ein Foto von mir mit dem Zeugnis, doch nach dem Artikelfoto in der Zeitung habe ich da keine Lust mehr zu. Ich weiß nicht, was ich dem Journalisten getan habe, das Bild war bestenfalls eine Karikatur von mir.

Der Jüngste wird morgen volljährig, da muss noch einiges vorbereitet werden. Das Geschenk gibt es später, zusammen mit dem vom großen Bruder, eine Trainingsbank wünschen sie sich und suchen noch das passende Modell. Sie sind ja nicht mehr fünf und eine kleine Überraschung habe ich auch so.

Die nächste Woche wird turbulent, doch zumindest an einem Tag habe ich Pflichtfrei. Gerade fällt mir ein, dass ich noch was vorbereiten muss.

Alice

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Eselleben

I-Ahh schreit der Esel, wenn er nicht mehr will. Aber er muss, auch wenn die geschundenen Knochen müde sind und die pelzigen Ohren herunterhängen. Esel haben keinen guten Ruf, werden als Schimpfwort missbraucht, gelten als störrisch und stur. Dabei sind sie ungeheuer belastbar, sterben eher unter der auferlegten Arbeit, als aufzuhören und sind dabei auch noch ausgesprochen niedlich.

Wo ein Esel arbeitet, braucht man oft keinen zweiten. Er steht in Gesellschaft zum Rennpferd, das gemütlich seine Hufe polieren lässt und ab und an einen herausragenden Sieg einfährt. Oder auch nicht, doch das stört niemanden. Denn so ein Rennpferd macht schon was her, ist schön anzusehen, doch sonst zu nichts zu gebrauchen.

Ich kenne eine Menge Rennpferde, die meisten recht erfolglos, doch das stört sie nicht, weil sie sich toll finden. Sie lassen ihre Mähne im Wind flattern, futtern nur den feinsten Hafer und machen einen guten Eindruck. Ob sie siegen oder nicht, hat keinen Einfluss auf ihr Wohlbefinden. Sie laufen so gut sie können und das reicht ihnen.

Mit den Eseln sieht es etwas anders aus. Sie sind meistens etwas struppig und zerrupft, laufen umher und schleppen, ziehen, machen, was sie können. Ihnen sagt der Herr jeden Tag, dass sie zum Abdecker kommen, wenn es nicht läuft. Und um diesen einen Gedanken dreht sich ihr ganzes Leben. Auch wenn sie ununterbrochen geschuftet haben, sich am Ende des Tages ein karges Mahl von der trockenen Grasnarbe nahmen, sind sie nicht davon überzeugt, dass sie am nächsten Tag nicht auf dem Hänger stehen. Sie machen lieber noch ein bisschen extra, klagen nicht, wenn die nächsten Zementsäcke auf dem schmalen Rücken landen. Sie setzen Fuß vor Fuß und bis zum versprochenen Schlachter schaffen sie es oft nicht.

Das hübsche Rennpferd hingegen landet sinnfrei bei einer ältlichen Pferdenärrin, die es bis zu seinem Tod mit den feinsten Leckereien verwöhnt und seine empfindlichen Beine von teuren Ärzten zusammenhalten lässt.

Ich bin ein Esel. Und daran besteht kein Zweifel. Mein Abdecker droht dauernd mit dem Beil und jeder Sack, den ich nicht mehr tragen kann, macht mir eine Heidenangst. Als ich vorhin in Gedanken die tägliche ToDo-Liste durchging, mich dabei verhedderte und sicherheitshalber auch noch notierte, dass ich zum Klo muss, entrang sich meiner Kehle ein rauer Schrei. Ich klang wie ein alter Esel und der verschämte Blick in den Spiegel bestätigte meine schlimmsten Befürchtungen. ich sah auch so aus.

Dabei trainiere ich täglich, schiebe das mit außerordentlich schlechtem Gewissen zwischen die zu erledigenden Aufgaben, mache schnell und nehme mir kaum Zeit zum Abschwitzen. Die Abschwitzdecke liegt beim Ross um die Schultern, das raue Handtuch reicht, man stellt ja keine Ansprüche.

Ich kann mich nicht so richtig erinnern, seit wann ich ein Esel bin. Vielleicht wurde ich schon als einer geboren mit auferlegten Aufgaben, den Rennpferden das Leben schön zu machen, nicht aufzumucken und klein und bescheiden das zu tun, was anliegt.

Wenn ich schneller lief als andere, die Rennpferde abhängte, höher sprang und meine Fusselmähne in den Wind hielt, holte man mich von der Weide, impfte mir Zurückhaltung ein und versicherte mir kaltlächelnd, dass ich nie ein Rennen gewinnen würde. Und mit diesen Worten packte man mir die erste Last auf den Rücken, der sich bog.

Ich lief hin und her und versuchte zwischendurch heimlich, mit den Rennpferden mitzuhalten, übte, lernte, trainierte mich. Doch auch wenn ich schneller und besser war, schob der Bauer mich wieder zu den Säcken, tätschelte herablassend mein raues Fell und versicherte mir, dass das ja ganz nett sei, doch nicht meine Bestimmng.

Heute ist mein Rücken krumm und die Angst vor dem Schlachthaus ist groß. Ich gerate in Panik, wenn ich die tägliche Arbeit nicht rasch genug verrichte. Es ist Zeit inne zuhalten und zu überlegen, ob nicht vielleicht doch das Rennpferd aus mir werden kann. Denn ich habe den Verdacht, dass wir alle mit dem Potential dazu geboren werden, es uns aber aus Bequemlichkeit ausgeredet wird.

Irgendjemand muss ja die Arbeit machen.

Alice

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Rotwein und lautes Lachen

Ich bin kein Menschentyp, oft ist mir Gesellschaft zu laut, geht zu sehr unter die Haut und auf die Seele. Doch manchmal tut es mir gut, mich mit anderen an einen Tisch zu setzen, zu lachen, Witze zu machen, die Themen abgleiten zu sehen in alberne Banalität, schlechte Wortspiele zu machen und gackernd über der Tischplatte zu hängen.

Der Kopf brummt noch ein bisschen, doch nicht zu sehr, Geschichten blieben hängen, bilden die Basis für neue Ideen, die Welt ist voller Erzählungen, man muss nur hinhören und hinsehen. Was auch immer in unseren Köpfen so vor sich geht, es bricht sich Bahn, wenn die Schutzschilde von Bier und Rotwein weggespült werden.

Das geplante Buch hat jetzt einen Titel, der ein wenig anzüglich ist, doch ein Hingucker, auf jeden Fall. Wie das passende Cover aussehen soll, erschließt sich mir nicht. Menschliche Abgründe können auch sehr schön sein.

Die Ruderbank starrt mich gerade an. Ich starre zurück und weiß nicht, ob ich sie heute beehren möchte. Im Oberbauch heulen zwei Muskelstränge, die , sonst wenig benutzt, nun an Überlastungskater leiden. Die verrückte Katze umhüpft mich, braucht frühsamstägliche Aufmerksamkeitsportionen. Die andere wird gleich in ihrem Krankenzimmer versorgt. Der Mann schläft. Der Sohn macht sich eine Frühstückspizza. Die Hunde träumen noch von Leckerlis und langen Waldspaziergängen.

Alice

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Zuhören

Der Körper sagt, wo es hakt. Jetzt, wo ich wieder zu früh, zu unruhig und zu rührig wach bin, wohl wissend, was ich tun sollte und es doch nicht mache, weil das Sitzen auf dem Sofa mit Kaffee, der schon wieder leer ist, und Kippe, die schon wieder mindestens eine zu viel ist, doch so viel netter ist als zu arbeiten.

Dabei habe ich gut vorgearbeitet , doch irgendwas kommt immer dazu und auch, wenn ich es den anderen gleich tun möchte und mal schweigen, mich raus ziehen und nicht da sein möchte, so bin ich es doch immer und bin deswegen wach, liege nicht neben meinem Mann und schlafe noch wie die Hunde, die in ihre Wolldecken niesen und vom Fangenspielen im Garten träumen, füßezuckend und fiepsend.

Im Atelier warteten gestern Gespräche, die Fliesen für die Terrasse sind bereits gebrannt. Mich dürstet nach tiefen Texten, die fand ich nicht, doch Freundlichkeit und Lachen. Das reicht manchmal, auch wenn mir die vorgenommenen Aufgaben auf den Fingerspitzen brannten und ich erfreut war, als Aufbruch angesagt war und ich in mein Kämmerchen verschwinden konnte.

Ich bin nicht da, möchte ich unentwegt brüllen und schaffe es nicht. Andere hören auch nicht zu, stellen auf Durchzug, lassen mich mit ihren Problemen alleine. Sieh zu, heißt es allenthalben, hab ein schlechtes Gewissen weil es nicht läuft. Das habe ich und versuche zu lösen, was unlösbar ist.

Kommunikation ist eine Kunst, die im Sterben zu liegen scheint. Keiner redet und wartet darauf, dass ich ihn dennoch verstehe. Eine Gabe ist, dass ich die Hilferufe dennoch höre. Ein Fluch, dass ich die Ohren nicht davor verschließe. Das macht mich zu einem angenehmen Zeitgenossen bis mir der Kragen platzt.

Mein Körper schreit. Nicht nur die Trainingseinheiten, mit denen ich es natürlich übertreibe, setzen mir zu. Auch der Rest ist müde und es zwickt in den Leisten.

Es ist sinnlos, ich schaffe nicht alles, egal, wie sehr ich ruderte, komme ich nicht an auf der einsamen Insel. Das ist nichts wert, brüllt der Steuermann und legt noch einen Takt drauf. Es reißt und ich habe nicht genug Panzerband, um die klaffenden Lücken zu schließen.

Sorgen geben sich die Hand, wenn andere es nicht hinkriegen, bin ich die Schuldige. Der Kopf sagt Quatsch, der Körper hört nicht und macht unentwegt weiter. Ich drifte wieder in die Sackgasse, die Handbremse voll angezogen, den Fuß auf dem Gaspedal.

Die Termintafel füllt sich, ich verschiebe, was geht.

Ich wünsche mir eine Stunde mit einem lachenden Menschen, der mit mir Walzer tanzt. Der neckt und scherzt, zuhört und zu mir spricht, der anspricht und ansticht und mich für seelige 60 Minuten all den anderen Scheiß vergessen lässt.

Alice

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Abgeschaltet

Das Bild dient lediglich der Aufmerksamkeit. Vielleicht auch nicht, denn die kleine böse grinsende Chili bringt mich zum lachen und das ist heute schon was.

Stress macht mich schrecklich müde. Viel sitzen, wenig Erfolg, dazu desinteressierte Menschen und schwups, es geht mir dreckig. Die Düsternis begleitet mich gerade. Ich habe das Gefühl nichts hinzubekommen, wusel hier, bastel da und bin auf allen Kanälen unzufrieden.

Im Atelier – wo ich es heute ENDLICH mal wieder hingeschafft habe, schau ich überwiegend die Wände an und heule, wenn Trude Herr im Radio singt. Geht gerade nicht so gut, wird aber bestimmt wieder besser.

Zumindest die Chili grinst und das ist ein Anfang.

Alice

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Kein freier Tag

Es knubbelt sich und ich muss mich beeilen. Den Kopf kaum aus dem Bett gestreckt, wächst die ToDo-Liste ins Unermessliche. Ein knappes Programm, wenn ich noch ins Atelier möchte. Katze, Kinder, Training, Erste Hilfe für Klienten, die unerwartete Probleme haben. Ich rotiere, auf dem Sofa sitzend, bereits im Kopf.

Die Futterfotos, die ich gestern Abend schoss, müssen auf die Bearbeitung warten, anderes hat Priorität, der Puls ist hoch. Wenigstens hat der reguläre Schreibtisch heute frei. Die Ausschreibungsgeschichte ist etwas vorangekommen, nur der Anfang ist noch unsauber, aber das wird sich regeln, ich habe ja noch etwas Zeit.

Die eigenen Projekte ruhen, ich muss jetzt los. Die Katze macht Theater, die Dusche ruft.

Alice

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Konsequent

Wer nicht will, der hat schon. So heißt es doch so schön. Und, wie meist bei diesen alten Sprüchen, da ist was Wahres dran.

Bemüht, erklärt, Termine gesetzt, da gewesen und niemand tauchte auf. Zwei Mal habe ich das versucht und am Ende sind mir die Hände gebunden. Zwingen kann ich niemanden, ärgern tut es mich trotzdem.

Dann eben nicht, denke ich mir und gestalte den Tag etwas entspannter. Dann muss es eben so gehen, ohne Unterstützung und Abstecken der Rahmenbedingungen. Nicht mein Problem und irgendwo doch.

Ich gebe das Problem weiter, da es für mich so nicht lösbar scheint. Ob es an anderer Stelle in den Griff zu bekommen ist, ich weiß es nicht. Dafür müsste erstmal reagiert werden.

Ich mach mir also einen Ruhigen, warte ab, was da kommt und schwinge mich gleich auf mein Sportgerät. Tut mir gut, baut Stress ab und davon habe ich gerade genug.

Alice

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Support your local Dealer

Ich bestelle viel online, ich gestehe. Das war schon vor Corona so und die Situation hat es nicht besser gemacht. Bei großen Anschaffungen wie jetzt der neuen Spülmaschine handhabe ich das anders. Meist hole ich mir den guten Preis aus dem Netz und handle ein wenig mit den niedergelassenen Händlern. Ich kann das gut und häufig machen wir einen für beide Seiten netten Kompromiss.

Bei der Spülmaschine lief es anders. Die Preisabfrage lokal lag fast fünfzig Euro unter Amazon, inklusive Aufbau und Anschluss. Da kann man echt nicht meckern und die Tatsache, dass es acht Wochen dauert, kann ich verschmerzen. Die alte tut es ja noch, allerdings eiert die Austauschpumpe schon wieder und so ist es einfach nervig und energetisch auch nicht hinnehmbar, oft muss ich sie zwei bis dreimal starten, bis alles sauber ist.

Sonst so? Ich schüttle den Kopf über eine Dramaqueen, die mir mal bei der Seite mit den blauen Daumen über den Weg lief. Ich verstehe nicht, was da abgeht, ich will sie auch nicht verurteilen, aber so viel Pech kann kein Mensch alleine haben. Mal wird sie wegen Wildtierhaltung verklagt ( kümmert(e) sich wohl um Waschbären, dann ganz böse gemobbt, mal ist ihr Auto kaputt, jetzt die Hunde weggelaufen, dann braucht sie hier etwas und dort. Mir wird ganz schwindelig, wenn ich das lese. Ob ich hoffen soll, dass sie das nur vorschiebt, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder sie tatsächlich so gebeutelt ist, weiß ich nicht. Entweder hat sie es sich mit Fortuna ordentlich versaut oder sie braucht dringend eine Therapie. Ich halte mich geschlossen und lese mit, wenigstens ab und an.

Das Haus ist immer noch ruhig und ich habe fast die Arbeit erledigt. Tatsächlich geht das mit dem Vorarbeiten erstaunlich gut, jetzt muss ich nur noch den Rhythmus finden, dann wird mein Alltag etwas entspannter. In einer Stunde ist noch eine kleine Aktion, dann ist für heute Ruhe.

Dunkelkammer wäre schön, oder aufräumen. Mir ist irgendwie nach Ausmisten und wegwerfen. Ob ich dem nachgeben soll, weiß ich nicht. Der Schuss kann auch nach hinten losgehen. Fakt ist, dass vieles in den Schränken hortet, was niemand mehr braucht.

Ich trinke jetzt erstmal meinen Kaffee und dann schau ich weiter… Rom würde ja auch nicht.. oder so

Alice