Tag 68/365 – Getönt

Die Ansätze schreien nach Farbe. Meine Güte, das nervt mich. Würde ich mich grau wohl fühlen, ich würde den Mist lassen. Die meisten Männer färben auch nicht, wozu auch, bei ihnen wirkt es ja interessant. Doch ich kann mich noch nicht lösen, genausowenig, wie von dem Morgenkippen und dem dritten Kaffee. Die Coronanachrichten treiben mir…

Tag 67/365 -Starke Gesichter

Ich muss gestehen, ich fühle mich schon privilegiert. Diese Chance, Portraits zu üben, mich mit einer Einzelperson und ausreichend Abstand in einen Raum verziehen zu dürfen und mit ihnen das zu üben, was mich tatsächlich über die Maßen fasziniert, ist echtes Glück. Man lernt sich kennen, wenn der eine im Licht, der andere im Schatten…

Tag 65/365 – Zu dicht für Licht

Fehler gehören dazu, das ist mir klar. Wenn aber die Hobbyfotografin während des Shootings mehr auf das tolle Gespräch achtet, was sich entwickelt als auf die Lichtverhältnisse, passiert das, was mich gestern den ganzen Tag beschäftigt hat. Die Negative waren überbelichtet und der Scanner weigerte sich, sie vernünftig einzuscannen. Für den, der, so wie ich…

Tag 63/365 – Was tun

Man wird nicht besser, wenn man nichts tut. Deswegen bin ich heute in der Dunkelkammer und habe endlich (!!!) einmal Fotopapier in die alte (120 Jahre) Krügener geladen. 15 Minuten Belichtungszeit bei Blende 25 und ISO3. Währenddessen saß jemand im Bild, macht aber nix. Sonst? Ausbelichten von angehäuften Negativen auf Papier. Ich merke, wie ich…

Tag 62/365 – Spaß gehabt

Ich bin immer noch Neuling bei den Portraits und gestern hatte ich ordentlich Bauchweh, als ich zum ersten Termin stiefelte. Doch es lief so entspannt, wie es nur laufen könnte. Tatsächlich sind 31 von 36 Bildern was geworden und in vier davon war ich schockverliebt. in die Bilder wohlgemerkt, nicht in das Model. Und wir…

Tag 59/365 – Sonntage

Zusammenrotten auf Spazierwegen ist verboten. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen außer Menschen, denen die Decke auf schlechtfrisierte Köpfe fällt. Die raus müssen aus engen Mietskasernenwohnungen, denen die 2,75 qm Balkon bisher immer reichten. Nur jetzt, jetzt brauchen sie einfach mehr. Meer wäre auch schön, vielleicht über Ostern. Wohl dem, der…

Tag 56/365 – Viel zu tun

Warten wir’s ab. Immer noch Startschwierigkeiten am Morgen. Ich komme abends selten zur Ruhe und bin am nächsten Tag erstmal in der Uhr. Diese sofagebundene Warteschleife bis der Kreislauf und der Rest anspringen, mich auf Tätigkeiten ausrichten, nervt mich. Ich überlege, was ich ändern muss, damit sich das mitändert. So fühle ich mich nicht wohl,…

Tag 54/365 – Regional?

Mein Beitrag über die Tellerrandaktion mit einem Künstler der Nachbarstadt wurde abgeschmettert, zu wenig regionaler Bezug, hieß es. Dabei sind es gerade mal 10km dahin, ein Katzensprung, doch offenbar zu weit für den Kopf der Redakteurin. Ich ärgere mich, weil das Arbeit war, die nun im Schrank bleibt und zahle Lehrgeld. Andererseits stehe ich nicht…

Tag 50/365 – Schrittweise

Ich stelle Verbesserungen fest, zumindest kleine. Miniaufgaben, gut überlegt, gehen einigermaßen von trägen Händen. Depression ist ein großes Arschloch, sorry, aber wer mich in guten Zeiten kannte, glaubt mich mir nicht. Eine gewisse Gelassenheit begleitet das ganze Dilemma, leichte Heilungsnuancen sind spürbar. Ich merke das vor allem, wenn ich kreativ bin. Kunst mag ich das…

Tag 49/365 – Nicht mein eigenes

Bon Jovi sang es, glaube ich. Ich bin nicht so ein Fan von ihm, auch wenn ich das Radio nicht ausmache, wenn sie was von ihm spielen. Da gab es eine langsame Version von, die möchte ich, sie rührte was an, nicht nur musikalisch. It’s my life ( by the way, es ist fast unmöglich…