Tag 64/365 – Was geht und was nicht

Ins Handeln kommen, so erklärt es mir mein Therapeut, ist wichtig. Dieses Denken-Fühlen-Handeln-Dreieck bleibt für ihn der Ausgangspunkt. Und er hat Recht. Gedacht habe ich schon genug. Tue ich immer noch, auch wenn es mich manchmal nicht vom Fleck bringt. Gefühlt habe ich einiges, auch an manchen Stellen los- und zugelassen, was ich nicht fühlen…

Die vergessene Schwester vom Egoismus

Es ist ein langer Weg bis zur Einsicht, an manchen Tagen gehe ich fünf Schritte zurück, finde mich in alten Verhaltensmustern wieder, verstehe nicht, was mich lähmt, warum ich nicht so bin, wie ich bin. An anderen, so wie heute, liegt die Erkenntnis als kleiner Kiesel am Wegesrand, strahlt mich an und zeigt mir, wo…

Tag 49/365 – Nicht mein eigenes

Bon Jovi sang es, glaube ich. Ich bin nicht so ein Fan von ihm, auch wenn ich das Radio nicht ausmache, wenn sie was von ihm spielen. Da gab es eine langsame Version von, die möchte ich, sie rührte was an, nicht nur musikalisch. It’s my life ( by the way, es ist fast unmöglich…

Tag 44/365 – Wer’s glaubt

Glaube an sich selbst ist ein gewaltiger Ansporn. Ich kranke gerade massiv daran, traue mir weniger zu als ein einjähriges Kind. Egal ob Job oder Hobby, jede Aufgabe wird vorher, mittendrin und hinterher kritisch betrachtet und meist hinterfragt. Selbst, wenn das Feedback positiv ist und ich dem Vertrauen möchte, nölt eine Stimme in meinem Hinterkopf…

Tag 42/365 – Der tiefste Schmerz

Es geht ans Eingemachte, Lockdown plus Schnee holt die Leichen aus dem Keller, die Ablenkung schwindet und ich bin gezwungen, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Gewollt. So ein einfaches Wort. Ich will die neue Hose oder endlich den Lottogewinn, will spazieren gehen oder ins Atelier. Aber ich wollte auch meine Söhne, jeden einzelnen und…

Tag 30/365 – Energiesparmodus

Unsere Luxuskaffeemaschine hat eine recht unangenehme Eigenschaft. Genau in dem Moment, wo ich aufstehe, um mir einen neuen Kaffee zu ziehen, höre ich schon, wie sie in den Energiesparmodus verfällt. Sie spült, faucht ein bisschen und fährt sich runter. Möchte man Nachschub, muss man sich durch das Prozedere von Aufheizen und nochmal Spülen quälen. Unter…

Tag 21/365 – Auf´m Sprung

Der Tag rast vorbei. Der inzwischen 14tägige Großeinkauf stand auf dem Plan und wir überlegen, auf einen Dreiwochenabstand zu gehen. Es stresst mich das Einkaufen, wie überhaupt alles zur Zeit. Jeder Termin ist eine Qual, selbst der anstehende beim Therapeuten macht mich nervös. Ich komme kaum runter, aber schlafe besser. Wenigstens etwas. Pflichten tun gerade…

Ich hätt getanzt

Ich bin eine heimliche romantische Seele und als ich klein war, ließ ich kein Musical im Fernsehen aus. Ich schaute sie alle, die Hepburn, den Kelly, den Astaire. Und ich liebte es, zuzusehen, wie sie über das Parkett glitten. Immer schön, immer perfekt, großartige wunderbare Choreographien und ich mittendrin, hopste neben dem alten Röhrenfernseher und…

Tag 15/365 – Epiphanie

Ich musste googeln, um sicherzugehen, dass das Wort passt. Schließlich gebrauche ich es nicht täglich. Weder im allgrmeinen, noch im christlichen Zusammenhang. Neben dem Dreikönigstag, fand ich auch das, was ich erwartete, eine plötzliche, tiefe Erkenntnis. Der vorgestrige Tag endete im Chaos. Gestern quälte mich dann Migräne, das hat man dann davon. Doch ich nahm…

Tag 13/365

Organisatorisches Ich schiebe es auf die vergangene Jahreszeit, die zunehmende Dunkelheit, die nahezu täglich immer undurchdringlicher wurde, die Müdigkeit, die Weihnachten bei mir auslöst und die Kälte, das da nicht viel gelaufen ist in meinem Leben. Die Depression spielt eine Rolle, das verworrene Geflecht auf Kindheit und Erwachsenenleben, das mich täglich triggert und einholt, die…