Veröffentlicht in City, Fotografie, Natur

Kellerkind

Computerhockerei macht es immer noch schlimmer, Kellerchemielabor ist okay. Hände in den Schoß legen geht nicht.

Es gab Experimente, manche toll, manche weniger. Die ersten Fotogramme und ein paar Vergrößerungen alter Schuldias 🙂

Unterschiedliches Papier, unterschiedliche Vorlagen. jedes Mal neu, nicht immer so prall kontrastreich, aber immer spannend…

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Unerwartetes

Ich musste auf den Sohn warten, der sich auf die Prüfung vorbereitet. Die Sonne schien, zwei Kameras begleiteten mich und ich fand mitten in dieser nicht so attraktiven Stadt einen Skulpturengarten.

Eine Idylle, ein Ruhepunkt, leise, sauber, ein paar Kriegsgräber Vertriebener, ein paar alte Familiengruften. Dazwischen Park und Sonne.

Die Stille war erholsam für meine Ohren, kaum einer verlief sich hierhin. Zwei Jogger traf ich und eine Familie, die ihren Welpen ausführte.

Die Skulpturen gehören zum örtlichen Kunstmuseum. Sie machten einen leicht vernachlässigten Eindruck. Schon länger schien sie niemand mehr eingehend betrachtet zu haben. Die Gärtner mähen nur den Rasen drumherum.

Ich fand ein paar Guillotinen und legte mich unter eine davon. Ob Maria Stuart nach oben oder unten geguckt hat? Ich weiß es nicht. Ich hätte ein letztes Mal den Himmel sehen wollen, nicht den Korb, in dem mein Kopf landen wird.

Ein trauernder Steinmensch kniete an den Gräbern. Ich kniete mich zu ihm und für einen Moment verstand ich ihn und den Künstler.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie, Natur

Langeweilevertreibungstechnik

Ein alter Film in der Kamera, eine kleine Automatik am Start, um die Funktion zu testen, eine Menge Zeit und ein Lensball.

Viel Spaß damit, es sind ein paar ganz nette dabei und die kleine Olympus, die weiterwandern wird, kann ich mit gutem Gewissen abgeben.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie, Natur

Die Möwe fliegt

Ein kleines Weilchen hat es gedauert, jetzt war der Film voll. Die Motive sind unspektakulär, für die nächsten Bilder müssen die hauseigenen Models herhalten, rausgehen wird ein bisschen schwieriger in nächster Zeit.

Aber sie kann was, die kleene große und sie besticht mit sauberer Aufnahme und hinreichender Schärfentiefe. Oder heißt es Tiefenschärfe? Und gibt es da einen Unterschied?

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Mannis Fotobude macht ein Projekt

Architektur und Fotografie. Mit diesem Aufruf hat Manni mit seiner Fotobude genau meinen Nerv getroffen. Einen Tag habe ich darüber nachgedacht, wie ich das am Liebsten umsetzen würde, schließlich ist meine Festplatte voller Fotografien. Nehme ich nur ein Bild oder ausgewählte einer Stadt? Erzähle ich was dazu oder lasse ich die Bilder einfach für sich sprechen.

Bilder erzählen für sich eine Geschichte. Doch ich bin ein neugieriger Mensch und mag auch gerne was über die Entstehung hören.

Die Bilder, die ich gerne zeigen möchte, sind alt. Ich war süße 17 Jahre jung, als mein Freund mit mir nach Sri Lanka flog. Die Spiegelreflex im Gepäck, kein Plan von Bildaufbau und Blickwinkeln. Bei den meisten war ich einfach froh, dass sie anständig belichtet waren.

Es gab nicht so viel Architektur zu bestaunen. Lediglich ein paar Tempel fanden den Weg auf den Film. Buddhistische, muslimische, hinduistische und auch christliche gibt es dort. Es wirkte friedlich nebeneinander, auch wenn ich sicher bin, dass es das nicht immer war.

Ich liebte das Land sofort, die Farben, die Düfte, die wundervollen Blüten und auch den kunterbunten Menschenmix. Leider war ich nie wieder dort, vielleicht sollte es auf meine Bucketlist.

Alice

Veröffentlicht in City, Fotografie

Wieder daheim

Ich fühle mich aufgeweicht, die äußere Feuchtigkeit ist abgetrocknet, doch es trieft noch immer in mir. Wäre es keine Städtetour gewesen, hätte ich meinen Popo sicher nicht nach draußen begeben. Ein paar Katzengene scheinen sich bei mir durchzusetzen.

Fotografieren im Regen hat eine Menge Nachteile. Der erste ist ohne Frage das Licht. Da ich kein Luxusequipment habe und meine digitale ab ISO800 rauscht wie ein Laubwald im Orkan, gab es Grenzen. Nasse Linsen sind auch nicht lustig und überhaupt sollte eine Kamera nicht allzu feucht werden.

Also rannte ich mit der Kamera unter dem Mantel herum, hielt eine Hand immer versteckt und wirkte auf Manche sicherlich wie ein Attentäter.

Die meisten Fotos strahlen jetzt auch Düsternis aus, ist auch schön, nur wenn ich es mir hätte aussuchen dürfen, hätte ich die lieber am Rechner erzeugt.

Ein paar Bilder möchte ich dennoch zeigen, mit ein bisschen Nachbearbeitung sind sie nicht ganz so schlecht wie befürchtet.

Es ist ein düsteres Hamburg, das ich kennenlernen durfte. Ich komme gerne bei Sonnenschein wieder.

Alice