Tag 284/365 – Verplante Tage

Eigentlich würde ich gerne die Zügel loslassen, einfach blöd in den Tag hinein leben, doch das wird i diesen Ferien nichts. Tatsächlich steht viel auf der Agenda und zu einigen Dingen habe ich keine Lust.

Ich spüre das Nachhallen der letzten Wochen, das Schwinden von Kraft und Kreativität, je enger Pflichten und Müssen auf mich zurollen. Freistrampeln möchte ich mich und vielleicht habe ich deshalb so seltsam geträumt, sah Menschen, die ich kenne, in einem Krankenhaus eine Selbstmordverfügung unterschreiben. De Traum hängt nach und die üblichen Webseiten bringen mir keine wirkliche Klärung, außer, dass sowohl der junge als auch der ältere Mensch wohl ich war und ich etwas lösen, freiwillig abgeben muss, um etwas neues zu starten. Doch dieses alte, daran hänge ich wie die Protagonisten in meinem Traum an ihrem Leben.

Es ist der berühmte Schalter in meinem Kopf, den ich vor ein paar Tagen durchaus umlegen konnte und der mir eine selbstständige Zufriedenheit brachte, neben einer großen Erschöpfung, weil ich mich mal wieder überforderte und der folgende Tag von Selbstzweifeln und Müdigkeit geprägt war.

Es läuft gerade nicht so rund, wie ich mir einrede, doch es könnte schlimmer sein, was es ja eigentlich immer kann, doch die Spitze des Chaos, die möchte ich nicht erklimmen.

Ressourcen möchte ich freischalten, Platz auf der Festplatte freimachen, Hintergrundprozesse stoppen und sie aus dem Autostart nehmen, mich neu vernetzen, ganz neu starten mit selbst gewählten Programmen.

Doch der Alltag und das Gewohnte holt mich ein, schlechte Gewohnheiten bleiben stur an meiner Seite. Ich brauch Tapetenwechsel, Ort und Menschen, die mir zu einer wirklichen Perspektive helfen.

Heute ist eng. Der Mann hat immer noch Däumchen, eine seltsame Fortsetzung der Zahngeschichte, vielleicht verbunden durch irgendwelche nicht ausgerotteten Keime, die kursieren. Vielleicht aber auch der Mangel an Biss und Zupackenskraft, wenn ich auf Herr Dahlke und so vertraue (was ich nur bedingt tue).

Ich muss jetzt anfangen, ob ich will oder nicht. Vielleicht ist es ja okay, wenn ich in Bewegung komme. Duschen ist ein Anfang, der Rest muss irgendwie folgen.

Alice

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  1. Verwandlerin sagt:

    Puh, Selbstmordverfügung …

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