Tag 240/365 – Gefiltert

Auf dem Sofa einzuschlafen, kann eine ganz gute Idee sein, wenn man nachts um drei wach wird und einem bewusst ist, dass man sich noch eine Runde einkuscheln kann. Der Sohn, der zum Autorennen ist, hat sich endlich gemeldet, so dass ich etwas ruhiger wurde und mir keine Sorgen mehr machen brauchte. Witzigerweise beklagt er sich bei mir über den Zustand seiner Schuhe, die den Regenmassen nicht standhalten und rutschig sind, wobei ich ihn seit etwa drei Monaten regelmäßig auffordere, sich auf meine Kosten neue zuzulegen. Kinder oder so.

Der Rest läuft ruhig an. Die Welpenkampfmaschine döst neben mir auf dem Sofa, die beiden Großen erholen sich draußen von ihrer überschäumenden Energie. Ich sitze nun hier nachdem ich mein Mindestmaß an Haushaltsaufgaben, sprich Bad putzen, erledigt habe und switche zwischen Bildbearbeitung und dem hier hin und her, finde mich noch nicht in den Tag rein und versuche, einfach entspannt zu bleiben.

Gerade das fällt mir aktuell schwer, trotz Kuschelsofaschlaf und Wochenende. Gerne würde ich mehr erledigen, doch das meiste bleibt auf der Strecke, sogar die Fotografie schleppt sich so durch. Um wenigstens ein bisschen Motivation zu bekommen, habe ich mir ein paar Filter bestellt. UV zum Schutz der Linse und einen Polfilter, der zwar nicht das Gelbe vom Ei ist, aber für mich hundertprozentig reicht. Es muss nicht alles zweihundert Euronen kosten.

Damit bin ich in den Garten gegangen und habe etwas experimentiert.

Es ist zwar nicht das, was ich eigentlich will, aber durch einen Filter betrachtet wirkt es ganz nett. Überhaupt schaue ich gerade die ganze Geschichte gefiltert an. Ich habe ein Gespräch gehabt, das mir nicht mehr aus dem Kopf gehen will und ich überlege, inwieweit ich hadere oder mich das motiviert, tatsächlich etwas zu ändern.

Mir ist klar, dass ich das nur allein tun kann, das ist das erste. Denn die rettende Hand fällt weg wegen Istnicht. Welche Konsequenzen das hat, kann ich ebenfalls nicht einschätzen. Doch da meldet sich Scheißegal. Überhaupt ist einiges im Umbruch und schlecht finde ich das nicht.

Alice

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Die ersten beiden Bilder gefallen mir besonders gut.

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  2. Lars Döbler sagt:

    Ich bin so oft hin- und hergerissen wenn ich deine Texte lese. Einmal möchte ich dich einfach schütteln. Dann wieder in die Arme nehmen. Glaube man macht sich das Leben oft selbst zu schwer. Und dann bin ich von mir selbst enttäuscht, die chance dich persönlich zu sprechen, diese hab ich vertan.

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    1. Ich möchte mich auch manchmal schütteln, in der Hoffnung, dass dann alle Schrauben wieder an ihren Platz rutschen. 🙂 Und was die gemeinsame Ausbildung angeht, naja, dir hätte sie wahrscheinlich wirklich nichts gebracht. Ich stehe noch so am Anfang, dass ich froh bin, wenn es los geht 😉

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  3. Nati sagt:

    Rettende Hand – ich denke da müssen wir selbst ran, sonst wird das nichts.
    Den Ritter auf dem hohen Ross gibt es nicht, ist nur ein Märchen. 😉

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    1. Jepp, der feine Herr Prinz gehört ins Reich der Legenden, wahrscheinlich irgendwann von Frauen wie uns erdacht….

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