Tag 105/365 – Unruhig

Vielleicht lag es an der Mörderportion Kartoffelbrei und Salat, der ich nicht widerstehen konnte, vielleicht an dem, was jetzt gleich am Schreibtisch auf mich wartet. Vielleicht lag es an dem unzufriedenen Gesicht des Mannes als der Sohn sich zum Fernsehabend dazu gesellte oder an meinen Ansprüchen, die sich im Hintergrund wieder sammeln. Die Nacht war kurz und schlecht, doch sie hätte schlechter sein können.

Der Schlaf ist immer mein erster Indikator, wenn etwas nicht stimmt. Und als ich heute morgen erwachte, befand ich mich viel zu früh in einem seltsamen mentalen Zustand. Ein bisschen ab von der Welt und wie in einem anhaltenden Alptraum gefangen war mir und ich spürte einen Anflug von fast vergessener Panik.

Da lauern Aufgaben auf mich, die ich bewältigen kann. Doch trotzdem flößen sie mir Angst ein. Die körperlichen Reaktionen sind seltsam. Sie haben was mit Unmengen Kartoffelbrei zu tun und miesem Schlaf, mit dem Wunsch, mich einfach mal zurückzulehnen und aus dieser Habachtstellung auszubrechen, sie haben was mit Wünschen und Anforderungen anderer zu tun, dabei möchte ich doch nur bei mir sein.

Ich beginne diesen Tag vorsichtig und achte ein wenig auf mich und meine Gefühle, mehr kann ich nicht tun.

Alice

14 Kommentare Gib deinen ab

  1. Grinsekatz sagt:

    Der Brei – das ist die Rache der Zwerge, der letzte starb bekanntlich an einseitiger Ernährung, weißt du noch? Guten Morgen 🙂

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    1. Guten Morgen, klar weiß ich noch. Ich dachte nur nicht, dass ich Opfer meiner eigenen Geschichten werde 👍😊🙈

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  2. Mindsplint sagt:

    Damit du ein wenig zu Kräften kommst, stelle ich dir ein frisch gebratenes Spiegelei neben deinen KartoffelPüSalat… 🍳

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    1. Oje.. ich kann noch nicht wieder etwas essen…🤢

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      1. Mindsplint sagt:

        …dann gute Besserung! :-/

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  3. Wortman sagt:

    Eine Runde Kartoffelpü mit Ei und Spinat und der Tag ist perfekt 🙂

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      1. Wortman sagt:

        Da hätte ich kein Problem mit 😆

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  4. Diese ewige Habachtstellung – wie wir die wohl loswerden?

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    1. Vielleicht wird es einem irgendwann tatsächlich egal… ich hoffe darauf…

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