Tag 79/365 – Tief im Keller

Eigentlich gehört das in meinen anderen Blog, eigentlich aber auch nicht. Heute ist Pause vom Knipsen, morgen auch. Erst nächste Woche kommen die letzten drei und auch das neue Papier.

Ich hätte damit gerechnet, dass jeder der Kandidaten, die sich so nett für mein Experiment zur Verfügung stellen, lediglich drei bis fünf Abzüge haben möchte. Ist auch so, zumindest fast. Lediglich einer möchte alle Bilder und das sind eine Menge.

Ich beschwere mich nicht, sind das doch tolle Übungsanlässe, die mich tatsächlich einen großen Schwung Routine entwickeln lassen. Über viele Dinge, die mich vorher bremsten, denke ich nun nicht mehr nach. Es läuft automatisch und damit kann ich mich auf anderes konzentrieren. Es ist wie beim letzten Shooting, wo ich merkte, dass das Außenherum weniger eine Rolle spielt, dass ich intensiver mit dem Model interagiere, weil ich die Kamera mehr im Griff habe. Selbst so ein bematschter Kopf wie meiner gestern schafft da noch was. Und in der Dunkelkammer ist das genauso.

Anfang der Woche kommt meine Papierbestellung. Die ließ sich jetzt nicht mehr aufschieben. Ich bestelle direkt beim Hersteller in Tschechien und bin begeistert. Die Lieferkosten sind zwar etwas höher, doch ich spare bis zu dreißig Prozent bei den Papierpackungen. Das lohnt sich rasch und ich habe noch ein paar Entwickler und Filme eingepackt, die ich schon längst mal ausprobieren wollte.

Es ist nettes Zeug für Anfänger, kein High-End, nicht technisch optimiert ohne Ende, doch gut zu verarbeiten und es verzeiht kleine Fehler.

Mit einer Werkstatt bin ich in Kontakt, die mir wohl einen Maskenrahmen baut für die großen Bögen, die ich zwar noch nicht habe, die aber für eine Ausstellung herhalten werden. Irgendwann im Sommer, wo ich dann hoffe, noch etwas weiter zu sein.

Das ganze tut meiner Depression gut, das spüre ich. Ich habe eine Aufgabe, die ich bewältigen kann. Und auch, wenn mir das therapeutische Gespräch fehlt, ich muss und ich komme da durch. Egal, was am Ende dabei heraus kommt. Es stehen einige Ziele im Raum und ein paar Veränderungen, die ich wichtig finde. Wie einschneidend sie sind, weiß ich noch nicht. Das wird die Zeit zeigen, wenn ich soweit bin. Nur zu glauben, dass ich mit den immer gleichen Verhaltensweisen zu unterschiedlichen Zielen komme, ist absurd.

Das Haus schläft noch und die Dusche ruft. Vielleicht noch ein Kaffee und der Tag möge beginnen.

Alice

5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wortman sagt:

    Das hört sich doch eigentlich alles ganz gut an.

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  2. Raphael sagt:

    Hmm, ist das Bild zum Text an dem kleinen Teich aufgenommen, so in etwa hinter der einen Ziegelei im Westen von S.beck am Schützenplatz/-heim vorbei auf halber Strecke zum Fuchsbau am Fuße des „dämmrigen Waldes“??

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    1. Da bin ich am liebsten 😉

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      1. Raphael sagt:

        Ergo Treffer?? beim Photo-Hotspot???

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      2. So ungefähr 😉

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