Veröffentlicht in Fotografie, handmade, Mit Farbe oder auch nicht, Selfmade

Blaugemacht

Die Cyanotypie für mich entdeckt und den Hauswirtschaftsraum in ein Chemielabor verwandelt. Es gab Fehlversuche, doch die hier finde ich schon richtig gut.

Ich liebe dieses Blau…

Alice

Autor:

Nachdenkliches, Persönliches, manchmal Witziges oder Absurdes beschäftigen mich und landen ungefiltert in meinem Blog.

40 Kommentare zu „Blaugemacht

    1. Nein, das ist eine Cyanotypie. Die einfachste und haushaltsmöchlichste Form. Es gibt noch was mit Silberbeschichtungen und so. Aber abgesehen von dem Problem der Chemiebeschaffung sind diese Varianten sehr, sehr giftig. Da lasse ich lieber die Finger von 😉

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      1. Ich habe mal bei Wiki geschaut. Die Farbe lässt sich z.B. mit Oolong Tee tonen.
        Ginge dies auch mit anderen Naturfarben, so wie beim Eierfärben z.B.?

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  1. Das ist zwar schon eine echte Kunst, die Du da bringst. Es erinnert mich aber auch an die Kino Programme in den 50/60ern. Die gab es in solchen Blau, aber auch Braun Tönen. Kann man heute vielleicht noch in einem Museum finden. Ich denke, das war auch eher Druck-, als Fototechnik. Alle Achtung, wie Du das hinkriegst 👍👍

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    1. Es ist tatsächlich die älteste Art, Abzüge zu machen. Und wirklich einfach. Ich habe mir in der Firma einen Overheadprojektor ausgeliehen, den brauchen wir eh kaum noch. Und der Rest ist ein bisschen Chemie 😊🦋🦋🦋 danke dir 🙏

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  2. (Nicht nur) für erste Versuche sind die sensationell geworden! Aber Overheadprojektor? Dazu wüsste ich gern Näheres, nicht eilig und ggfs. auch per Mail … Das sind keine Kontakte vom Negativ direkt auf dem Papier? Ich habe auch mal mit Projektion experimentiert und es wieder sein lassen, als ich merkte, dass ich mit 12 Stunden Belichtungszeit noch nicht hinkomme …

    Ja, man könnte auch tonen (ich verwende i.d.R. Gerbsäure), aber es ist schon was anderes. Dieses Blau ist einfach zum Verlieben.

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      1. Ah okay, nur als Lichtquelle, nicht zum Vergrößern … Übrigens kann man das Blau auch mit Blondspray intensivieren (wobei sich der Farbton auch von selbst noch verstärkt über Nacht).

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      2. Jepp, nur für das licht. Zum Vergrößern braucht man viiiel Zeit, fürchte ich. Blondspray ist was? Wasserstoffperoxid? Ich habe jetzt noch Gelatine besorgt, wenn die ersten 100ml weg sind. Soll auch den Farbton vertiefen. Bin gespannt. Was nimmst du als Träger? Ich habe hier Aquarellpapier verwendet, wollte jetzt mal Inkjetfotopapier testen. Der Blauton scheint auch davon abzuhängen.

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      3. Ja, Wasserstoffperoxid. Das ist allerdings mehr für Ungeduldige, wenn der Farbton gleich nach dem Entwickeln intensiv sein soll, eigentlich kommt man auch ohne hin.

        Als Papier nehme ich Aquarellkarton, das funktioniert bei mir zuverlässiger als Kupferdruckbütten. Inkjetpapier? Kenne ich mangels Drucker nicht, aber wenn das beschichtet oder anderweitig behandelt ist, könnte es beim Wässern Probleme machen oder sich nach dem Wässern wellen. Na ja, einfach mal ausprobieren – angenehme Überraschungen sind nicht ausgeschlossen 🙂

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      4. Es ist eine Spielwiese und das fasziniert mich. Bei dem schönen Wetter hatte ich auch was draußen ausgelegt unter einer Glasplatte. Das Ergebnis war niederschmetternd. Das Wasserstoffperoxid kommt ins Spülwasser? Ich hab noch was vom Knochen bleichen, wäre einen Versuch wert. Den Tipp mit dem Inkjetpapier habe ich im Netz gefunden. Ist ein preiswertes Vergnügen. Ich werde berichten.
        Lieben Gruß
        Alice

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      5. Dass es draußen nicht funktioniert hat, ist schade – bei mir klappt das meist gut (bei Belichtungszeiten um 20–30 Minuten). Das Peroxid habe ich einfach nach dem Wässern aus der Blondsprayflasche draufgesprüht und dann noch mal abgespült. Aber mir ist der Prozess insgesamt umso sympathischer, je weniger Chemie zum Einsatz kommt.

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      6. Das geht mir genauso. Beim Fimentwickeln kommt man nicht drumherum. Caffenol habe ich mal probiert. Aber da spült man danach gefühlt eine Tonne waschsoda in den Abfluss. Da sammle ich lieber in Kanistern und bringe es zum Umweltbulli 😅🦋

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      7. Genau mein Grundproblem, weil bei Planfilmen entsetzlich viel Entwickler anfällt – 250 bis 500 ml Flüssigkeit je Foto, was einen 20-Liter-Kanister ruckzuck voll macht, wobei es (bei Rodinal 1:100 bis 1:150) zu 99% Wasser ist, aber trotzdem nicht in den Ausguss gehört …

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      8. Ich bearbeite die eingescannten Negative am Rechner, invertiere sie dort, nachdem ich den Kontrast hochgeschraubt habe. Planfilm ist doch, einfach wegen der Abbildungsgröße. Doch mir fehlt die Kamera dazu und das Entwicklerproblem ist nicht von der hand zu weisen…
        Lieben Gruß
        Alice

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      9. Genau deshalb verwende ich so gern Planfilm – nicht um endlos vergrößern zu können, sondern weil ich meine Originale dann ohne Zwischenschritt vorzeigbar umkopieren kann (z.B. als Cyanos). Digitalisierung zwischendrin würde vieles erleichtern, aber es macht mir dann weniger Spaß 🙂

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      10. Ich mag das beste aus zwei Welten. Puristisch ist toll, aber mittlerweile habe ich mich auf den Kompromiss eingelassen. Ich möchte das darstellen können, was ich fühle und nicht dauernd am Material scheitern. Aber ich (fürchte) vermute, dass mir auch noch mal eine mit planfilm ins Haus steht…

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      11. (Erst mal sorry!, dass ich deinen Eintrag für diese ausgiebige Diskussion beanspruche … lenk gern auf Mail um, wenn es zu viel wird.)

        Der Rechner als Hilfsmittel im Prozess hätte unbestreitbare Vorteile (zeitlich, qualitativ und in Maßen auch ökologisch), die ich manchmal auch nutze. Aber meistens ist das so ein „Der Weg ist das Ziel“-Ding – mein zeitintensiver Job findet >95% am Rechner statt, und mit ein bisschen Bloggen sind das schnell 80 Stunden die Woche. Da brauche ich das harte Analog-Gefrickel schlicht als Ausgleichssport.

        Schwierig wird es halt im direkten Vergleich (etwa Gemeinschaftsausstellungen), wo zuallermeist gilt, das Ziel ist das Ziel. Die Kollegen mit den DSLRs hängen fantastische 60×90-Werke an die Wand, und ich habe Bilder im Angebot, die mit dick Passepartout in den 24×30-Rahmen passen. Wenn sich Besucher das nicht erklären lassen, finden sie es halt einfach blöd. (Aber damit kann ich leben.)

        Vorsicht, Planfilmkameras sind auch wieder Zeitfresser erster Güte, und selbst Minimalgepäck bleibt kaum unter 10kg! Aber die Verstellmöglichkeiten der meisten sind, gerade wenn die Bilder malerisch oder impressionistisch werden sollen, halt schon toll – und das lässt sich nicht alles mit Photoshop simulieren.

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      12. Alles gut, wir können hier gerne diskutieren 🙂 Ich bin da ganz bei dir und es geht mir – auch im digitalen Bearbeiten – um den Prozess, alles andere macht wenig Sinn. Es geht – zumindest bei mir – nie um Perfektion. Ich möchte lernen, damit Geschichten zu erzählen und das ist wesentlich aufreibender, als ein glattes Bild mit einer Digitalkamera zu machen.

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