Veröffentlicht in Mal über mich, Schreiben

Morgenstimmung

Der Blick aus dem Fenster ist hier oft nicht so schön. Man sieht Häuser und Dächer, ein Wohngebiet eben. Doch es könnte sehr viel übler sein, wir wohnen grün, der Wald und sogar ein paar Seen sind in greifbarer Nähe.

Die Klausur trägt reiche Frucht, das Herz beruhigt sich zusehends und die Gedanken ordnen sich.

Ab und an taucht die Sonne das Leben in ein weicheres Licht, legt einen leichten Dunstschleier darüber und ich weiß, dass alles gut wird.

Ich bin nicht einfach für die Menschen in meiner Umgebung, sie kommen mit meinen Rückzügen und Gefühlen nicht zurecht, sie sehen die Maske, die Stärke und wundern sich, wenn ich einknicke, wenn ich reizbar werde und ärgerlich, wenn ich zurückweise und rumzicke.

Mir fehlt mein Glaube an mich, die Zuversicht, etwas zu können, etwas zu sein. Ich ertappe mich dabei, dass ich Anderen die Aufgabe gebe, das für mich zu sein, was meine Eltern nicht sein wollten.

Kümmere dich, sei da, wenn es mir schlecht geht, ich teste das aus und greife oft ins vielbesungene Klo. Dieses Loch muss verfüllt werden und das kann nur ich allein, denn meine Erzeuger werden diese Aufgabe sicherlich nie erfüllen. Und andere Menschen sind damit überfordert.

Ich schnappe mir jetzt die Hunde für eine kleine langsame Runde Frischluft.

Habt einen schönen Tag.

Alice

Autor:

Nachdenkliches, Persönliches, manchmal Witziges oder Absurdes beschäftigen mich und landen ungefiltert in meinem Blog.

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