Familie

Meine Familie ist selbstgemacht. Dafür habe ich vor etlichen Jahren vier Jungs in einigermaßen regelmäßigen Abständen rausgepresst.

Der Mann, der dazu gehörte, würde abwegig und entsorgt. Da waren wir zu fünft und kamen klar. Ein neuer Mann tauchte auf und den gedenke ich, zu behalten.

Zwei Hunde und zwei Katzen ergänzen das Team, fertig.

Mein Mann ist mit der halben Kleinstadt verwandt. Wenn ein Geburtstag ansteht, ist das Haus voll. Zwei Onkel, zwei Tanten nebst Anhang, Kusinen und Cousins (gibt es eigentlich eine deutsche Schreibweise von Cousin? Ist das Kuseng???).

Bei mir ist nichts los. Eine familienuntaugliche Einzelkindmutter, ein familienuntauglicher Einzelkindvater, ein familienuntauglicher Bruder irgendwo im süddeutschen Raum. Sie waren noch nicht einmal bei meiner Hochzeit und lediglich die Oma beschenkt ihre Enkel zu Geburtstagen und Weihnachten.

Grußkartenfamilie.

Das selbstgemachte Konzept läuft besser, auch wenn die Jungs manchmal etwas zu vermissen meinen. Sie werden lernen, dass keine Großeltern besser sein können als die vorhandenen.

Zur Not leiht mein Mann ihnen etwas von seiner. Da ist ja ŕeichlich.

Alice

25 Kommentare Gib deinen ab

  1. Reiner sagt:

    Blutverwandtschaft & Wahlverwandtschaft.
    Gut, dass es beides gibt.

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    1. Gut, dass man sich das aussuchen kann… irgendwann

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  2. Christiane sagt:

    Laut Dudenauskunft gibt es eingedeutscht nur „Kusine“. Die männliche Form scheint „Vetter“ zu sein, warum auch immer.
    Liebe Grüße am Morgen
    Christiane 😀👍

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    1. Danke dir! Trotzdem, ich finde Kuseng klasse, vielleicht weil ich keinen habe😂

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      1. Kuseng Ist wohl eher niederrheinisch. In historischen Romanen lese ich manchmal Bruder Kind oder Schwester Kind

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      2. Das klingt schön 🙂

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  3. wildgans sagt:

    Und ich dachte zuerst, das sei deine Antwort auf mein Wort des Tages vom Einzelkind.
    Du wirkst absolut TAFF.
    Das gefällt mir sehr.
    Gruß von Sonja

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    1. Dein Wort war meine Inspiration… dazu sind deine Worte doch da, so als Gedankenanstupser😊
      Ich bin am Ende immer weniger taff als ich wirke, aber vielen Dank 🙏😊
      Ganz liebe Grüße zurück
      Alice

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      1. wildgans sagt:

        Ja, auch dazu sind sie da, diese Worte tagtäglich…Genau!

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      2. Genau das habe ich mir auch gedacht 🙂

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  4. brigwords sagt:

    du bist schon eine coole Mama und Frau! Puh…ist ja nicht immer einfach, so eine Familie, aber ich würde sagen – trotzdem das Beste, was mir passiert ist 🙂

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    1. Meine Jungs, ich könnte nicht ohne sie. Der alte Kram, den möchte ich beiseite schieben und es da lassen, wo es hin gehört. In meiner Vergangenheit.
      Liebe Grüße
      Alice

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  5. Die deutsche Version zu Cousine ist „Base“; der Duden hat es mir gerade noch einmal bestätigt. Ich kenne das Wort seit Kindertagen aus Puschkins Märchen vom Zaren Saltan:
    „… Doch die beiden
    Schwestern, die ihr Glück beneiden,
    mit der Base Babariche
    sinnen sie auf arge Schliche …“

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    1. Stimmt, jetzt wo du es schriebst, fiel es mir auch ein. Die Kusine ist nur eine eingedeutschte Schreibung….
      Das Märchen kenne ich nicht, aber ich setzte es auf die ToRead-Liste…
      Liebe Grüße
      Alice

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  6. Reiner sagt:

    @Großeltern … ein fast 3 Jahre alter Eintrag von mir. Der Zorn hat sich gelegt…

    https://wassertiger.com/wo-wart-ihr/

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    1. Gut, dass er weg ist, wobei ich ihn verstehen kann. Was ist an seine Stelle getreten?

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  7. also erst mal großen Respekt von der Mama die 4 Jungs großgezogen hat oder noch tut ! Dies ist in der heutigen Zeit mehr als eine Herausforderung ! Du kannst definitiv stolz darauf sein !!!!
    Ja mit der Familie ist das so eine Sache ! Aussuchen geht leider nicht und ich kenne ähnliche Fälle wo sich Familienmitglieder nicht kümmern !
    Ich kenne Großeltern die ihre Enkel seit der Geburt vielleicht 2 – 3 x gesehen haben und heute sind die immerhin 9 und 13 Jahre alt. Die wohnen aber nur 10 km auseinander. Also an der Entfernung kann es nicht liegen ! Kein Interesse und das verstehe ich nicht. OK sind Scheidungskinder aber trotzdem habe ich da kein Verständnis. Nichts zum Geburtstag oder Weihnachten ect. Also diese Mißstände gibt es bei Großeltern auch !!!
    Die heutige Zeit ist schnelllebig und jeder hat mit sich selbst zu tun ! Da werden Verwandschaftsbesuche ect. hinten angestellt. Im Alter stellt man dann fest, dass man unter Umständen alleine dasteht und dann wir das Handeln über die Jahre erst richtig bewusst !!! Traurig aber wahr !!

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    1. Man kann sie sich nicht aussuchen. Manchmal ist sie sicher toll, manchmal tut sie nicht gut.
      Glücklicherweise ist man irgendwann nicht mehr davon abhängig.
      Liebe Grüße
      Alice

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  8. Bert sagt:

    Familie ist Schicksal – man muss sie nicht lieben.

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  9. Ein Spruch den ich aus der DDR kenne: natürlich ist der Russe unser Bruder, Familie kann man sich halt nicht aussuchen.

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  10. Mrs Postman sagt:

    So ähnlich ist es bei mir auch. Ich habe gelernt, mir die Kuchenkrümel aus beiden Welten heraus zu pflücken. Die große Familie, die ich vor einigen Jahren zum Mann dazu bekam, nimmt zum Glück nicht übel, wenn man als gewohnter Kleinstfamilienmensch nicht immer mitmachen will und sich zurück zieht. Das gibt’s sicher auch anders, da muß man sich dann dauernd rechtfertigen.

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    1. Ich ertrage sie gut, auch wenn manchmal der nächste Tag migränelastig ist. (Dann war es zu viel)
      Liebe Grüße
      Alice

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