Gutenachtgedanken – Düsterzeit

Links von mir brummelt ein kleiner Elektroofen mit künstlichem Feuer, zu meinen Füßen haben sich beide Hunde unter den kleinen Schreibtisch gequetscht. Es ist dunkel draußen, der Regen prasselt aufs Vordach, Windböen sausen um die Häuserecken.

Mein Rachen fühlt sich rauh an, die Knochen schmerzen ein bisschen, eine Erkältung sucht sich ihren Weg, weiß noch nicht so richtig, wo sie zuerst angreifen soll. Vielleicht überlegt sie es sich ja anders, zieht ein Häuschen weiter, lässt mich dieses Mal in Ruhe. Mir ist nach Bett und Kuschelzeit. Mir war den ganzen Tag danach.

Doch ich war eisern. Die ToDo-Liste ist abgearbeitet, sogar die nicht ganz so kurze Kurzgeschichte ist geschafft. Knapp unter dem Limit bin ich geblieben, nachdem ich ein paar Nebensächlichkeiten rausgeschmissen habe. Kürzen fällt mir schwer, das merke ich immer wieder.

Und die Geschichten werden länger. Ist das so? Fängt man mit Kurzgeschichten an, die sich irgendwann ausdehnen, aufblähen, bis man am Ende einen Roman in der Hand hält?

Momentan ist ein ganzer Roman noch zu viel für mich. Die ganzen Personen, die Nebenstränge, das verwickelte und verschraubte. Da würde ich mich vollkommen in meinem eigenen Universum verlaufen und der Leser gleich mit.

Wäre auch mal ein lustiges Buchende. Sackgasse. Wir haben uns verirrt. Tut mir leid, lieber Leser, aber ich weiß gerade auch nicht weiter.

Manchmal geht mir das schon so, wenn ich hier erzähle. Da kommt mir ein Thema nach dem anderen in den Sinn, ich verliere mich in Ideen und hüpfe von Thema zu Thema.

Ich bin müde, der Kopf brummt. Bett und heißer Tee ist angesagt.

Kommt gut durch die Nacht.

Alice

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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Linsenfutter sagt:

    Weiter so … wird schon. Gute Nacht.

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  2. piri ulbrich sagt:

    Ob ich jetzt schon die Junioren umlagere? Aber in einer Stunde möchte ich schlafen. – Irgendwie auch eine Kuddelmuddelgeschichte. Meine verdichten sich und werden immer kürzer…

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    1. Schlimm, dass du so wenig Schlaf bekommst. Ich wünsche dir, dass der nächste Anlauf für die Kur ohne Probleme funktioniert und du dich mal eine Weile ausruhen kannst.
      Liebe Grüße

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  3. wechselweib sagt:

    Wir sind auch krank. Ich schon beim Umzug und meine Tochter jetzt. Habe sogar meinen netten Mann vom Umzugsunternehmen angesteckt, habe ich sofort am Telefon gehört, als ich gestern wegen einer Frage zum Herd anrief…
    Gute Besserung! Nimm gleich Schleimlöser und nicht erst, wenn der Husten schon da ist!

    Liebe Grüße
    Marion

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    1. Ja, das scheint eine ordentliche Pest zu sein. Mann und zwei Söhne waren schon krank und in der Firma bölkt alles.
      Gute Besserung euch und viel Spaß mit der neuen Wohnung. Bei so schönen Altbautüren werde ich immer ein wenig neidisch.
      Lieben Gruß

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  4. Mindsplint sagt:

    Bin momentan auch in einer Sackgasse und mir fehlen Zeit und die Energie, die ganzen losen Fäden mal zu entwirren. In zwei Wochen steht aber erstmal Urlaub an, Acht Tage Lissabon und ich hoffe, dass sich daran anschließend etwas an meiner Lustlosigkeit ändert und ich wieder neue Kraft und Bilder gesammelt habe, die mich aus der Sackgasse herausführen…..abwarten. 🙂

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    1. Es ist nicht immer gleich und manchmal ist einfach Flaute. Dann ist ein Urlaub doch genau das Richtige, um wieder aufzutanken. ich wünsche dir Wind in den Segeln und eine wundervolle Zeit in Lissabon…

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      1. Mindsplint sagt:

        Ganz lieben Dank – und dann kommt auch bestimmt der „flow“ zurück! 🙂

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