Veröffentlicht in 365 Tage, Mal über mich, Schreiben

Tag 260/365 – Traumhafte Wünsche

Entweder schlafe ich gar nicht oder wie ein Stein und komme kaum in den gewünschten Wachzustand. Traumfetzen greifen noch nach mir, wollen mich zurück ins Bett locken.

Heute ist Schontag, doch morgen hat Sohn#4 Geburtstag. Sein Geschenk hat er schon eine Weile, da er sein Handy im Frühjahr in der Lippe versenkte und er daraufhin eins mit Vertrag und Versicherung bekam. Eine Kleinigkeit suche ich dennoch noch und auch wenn er keine Wünsche äußerte, so suche ich noch was Nettes für den Herbst. Er steht auf Markenklamotten ( woher hat er das?) und das unnütze Obendraufgeld für das Minilabel auf der Brust passt dann schon zu Geburtstagen.

Manchmal sehne ich die Zeit zurück, wo ein Karton Lego ihre Augen Strahlen ließen. Da hat das Schenken so viel mehr Spaß bereitet.

Geschenke. Auch so ein Thema. Ich schenke gerne, halte mich auch für kreativ und meist liege ich ganz gut damit. Kinder, die sich nur noch Geld wünschen, stressen mich ein wenig. Geld ist Notwendigkeit, um sich Wünsche zu erfüllen, aber kein schönes Geschenk.

In den Monaten bis Weihnachten sind dann noch zwei Geburtstage, der Jahrestag mit meinem Mann, unser Hochzeitstag (der 4.) Und dann das unvermeidliche Weihnachtsfest.

Wenn ich gefragt werde, was ich mir wünsche, habe ich durch die Hobbies meist ganz konkrete Vorstellungen. Das muss nie teuer sein, ein paar coole Zeichenstifte oder eine alte, analoge Kamera, die gehen immer. Mein Traum ist immer noch ein Vergrößerer für Mittelformat, falls einer meiner Familienmitglieder mitliest. Aber eigentlich möchte ich nur raus.

Irgendwie klappt das aber nicht. Weder das eine noch das andere. Wir kleben fest und ich ärgere mich darüber. Ab und an dachte ich darüber nach, einfach die Hunde zu schnappen und morgens weg zu sein. Zettel auf den Tisch „Ich bin am Meer. Wenn ich genug habe, komme ich zurück. Frühstück steht auf dem Tisch“ oder so ähnlich.

Dass ich selbst verantwortlich bin, weiß ich. Ich könnte ja, doch das würde einen gewaltigen Stress auslösen. Oder vorher brav buchen, mich um alles kümmern, die Bande, die mit möchte ans Meer kutschieren und mir dann die Klagen über mangelndes WLAN und sonstige Belanglosigkeiten anhören.

Als sie kleiner waren und ich noch alleine mit ihnen, habe ich das häufiger gemacht. Spontan weg, raus aus dem Alltag. Ein Haus, das 300km weg ist, muss man nicht putzen. Basta. Der Dreck ist immer noch da, wenn man zurückkommt. Da war selbst ein nebeliger Pfingstausflug an die nie vorhandene Nordsee besser als nix. Und London mitten im Chaos als Tottenham brannte, ein Abenteuer.

Ich glaube, ich gehe nochmal ins Bett und träume ein bisschen von Südfrankreich oder Italien.

Oder ich geh duschen und dann ein cooles Sweatshirt kaufen. Vielleicht mit einem kleinen Ausflug in das nächste Reisebüro.

Alice

Werbeanzeigen

Autor:

Nachdenkliches, Persönliches, manchmal Witziges oder Absurdes beschäftigen mich und landen ungefiltert in meinem Blog.

13 Kommentare zu „Tag 260/365 – Traumhafte Wünsche

      1. meine Enkelsöhne wollen immer 😉 und es ist immer wunderschön die Zeit zu zweit zu genießen, der eine möchte nur Spazierengehen in der Natur und plaudern, der andere „fein“ Essen gehen der dritte bittet immer um Erzählungen aus meiner Jugend, irgendwo auf eine Bank am See. 😉 man erfährt so viel voneinander was im täglichen Trubel des Tages verloren geht.

        Gefällt 3 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s