Tag 223/365 – Regeln

Wer macht was, wann und wieso? Das festzulegen gehört zu den schwierigsten Absprachen beim Zusammenleben. Manchmal ist es ganz einfach, wer Zeit hat, erledigt beispielsweise den spontanen Zwischendurcheinkauf, spült mal eben was weg, befüllt die Waschmaschine oder legt eine Ladung trockene Wäsche zusammen.

Andere Aufgaben dauern länger und sind deutlich unbeliebter. Hausputz beispielsweise, vom leidigen Fensterputzen will ich jetzt gar nicht anfangen.

Es könnte funktionieren, wenn jeder sich was schnappt und loslegt. Nur in manchen Konstellationen ist das schwierig. Mein Mann ist der Staubsaugermann. Hat er das Gerät im Griff, saugt er sich fest. Jedes Argument, dass klinische Sauberkeit in einem Haushalt mit sechs Personen und vier Tieren wenig sinnvoll ist, prallt an dem Sauggetöse ab. Stehe ich dann nach den geputzten Badezimmern mit dem Wischmop in der Hand da, um das feuchte Finish zu machen, hat er vielleicht den ersten Raum fertig.

Mich nervt das, denn Putzen ist nichts weiter als leidige Pflicht, nach dem Putzen ist vor dem Putzen und nach einem halben Tag haben zumindest die Tiere schon wieder die ersten Fußstapfen rein getragen. Abgesehen davon, möchte ich danach was Angenehmes machen. Geht aber nicht, solange ich mit dem Wischgedöns warten muss.

Also gibt es eine neue Regel. Eine Woche ich, eine Woche du und die Jungs machen ihre Räume selber sauber, sind schließlich alt genug.

Letzte Woche habe ich mich durch die Berge an Hundehaaren gepflügt, von Hand die bisher nicht erwischten Spuren der läufigen Hündin weggeputzt (ist immer ein wenig ekelig, andererseits Natur und wir zumindest essen nicht vom Dielenfußboden), die Badezimmer entkalkt (ich wollte schon immer eine Tropfsteinhöhle) und den Wischmop geschwungen.

Mein Göttergatte hatte die Absprache verdrängt und meine sanfte Erinnerung, dass diese, seine Putzwoche, nun in den letzten Zügen liegt, mit Erschrecken aufgenommen.

Jetzt dröhnt durch die sonntägliche Ruhe der AEG-Sauger 2.0 und ich habe frei. Entspannt zu bleiben und keine Hilfe aufzudrängen, fällt mir schwer, aber ich tröste mich damit, dass ich nächste Woche darf. Dann kann er entspannen oder zocken oder lesen, ganz wie er möchte.

Hausregeln, ein Dauerthema. Wie ist das bei Euch? Teamwork oder Solotripps? Staubsauger- und Wischmopmenschen oder AllinOne?

Liebe Grüße aus dem Entspannungsmodus.

Alice

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Solotrips, aber es ist ja auch meine Wohnung wo wir uns aufhalten, aber er macht auch schon mal. Katzenklos, Küche….Bad nicht so gerne

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    1. Wenn es gut funktioniert, ist das doch prima 🙂
      Liebe Grüße

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  2. Babsi sagt:

    Wir sind selbständig, mein Mann ist im Außendienst, ich im Büro (im eigenen Haus).

    Da ich den ganzen Tag zu Hause bin, ist Haushalt meine alleinige Sache, aber ich bin nicht dazu auf der Welt, um nur zu putzen. Wir haben 2 Langhaar-Hunde und da darf man nicht allzu pingelig sein, wobei ich heute unser Bett frisch beziehen muss, das Bettlaken hat schwarze Haare 🙂

    Ich telefoniere seit einiger Zeit jeden Abend mit einer Freundin die 500 km entfernt wohnt. Sie hat Angst alleine mit dem Hund spazieren zu gehen (leichtes Trauma), ich putze in der Zeit meine Wohnung. Beim Telefonieren fällt es nicht auf, wie stumpfsinnig Putzen ist. *lach*

    LG Babsi

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    1. Fernsehen beim Bügeln, so kenne ich das aus meiner Kindheit. Wobei ich weder das eine noch das andere mache 😂👍😊

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      1. Babsi sagt:

        Unsere Wäsche bügele ich auch nicht mehr, ich nehme sie warm aus dem Trockner und lege sie dann zusammen. Aber beim Telefonieren kann man sehr gut Staub wischen oder Fenster putzen, ich hab meine Freundin dann mittels Head-Set am Ohr. Es ist echt sehr viel angenehmer diese doofe Arbeit zu machen, wenn man nebenbei plaudern kann.

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      2. Stimmt😊👍

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