Tag 4/365 – Neue Hobbys

Vergessene Kunst

In diesem Theater und heute ist vieles besser. Nicht nur, dass ich nach nur zwei Stunden Arbeit die lästige Pflicht am Schreibtisch abgearbeitet hatte, sogar für mich sehr zufriedenstellend. Es kamen sogar alle georderten Päckchen an und ich kann endlich einsteigen in die hohe Kunst der Filmentwicklung.

Fotografieren fasziniert mich, solange ich denken kann. Schon als Kind stand ich gerne Modell ( was sich durch die netten Bemerkungen meines Vaters bezüglich Hüftgold allerdings nachhaltig änderte). Ich fand meinen Platz dann auf der anderen Seite der Kamera, begann mit Polaroid um dann zur Konfirmation auf meine erste analoge Spiegelreflexkamera umzusatteln. Sie tat mir gute Dienste, hat wundervolle Fotos geschossen. Leider wurden die passenden Batterien 1999 vom Markt genommen. Seitdem liegt sie im Schrank .

Es folgten diverse Kompaktkameras, mit denen ich das Wachstum meiner Söhne dokumentiert habe. Auf analoge, kompakte folgten erste digitale und seit 2012 lebt eine nette kleine digitale Spiegelreflexkamera bei mir.

Das Hobby ruhte zwischenzeitlich immer mal, wurde nur zu besonderen Gelegenheiten aktiviert.

Und dann passierte es. Von jetzt auf gleich ergriff es mich, wickelte mich um den Finger und lässt mich seitdem nicht mehr los.

Die Sommerferien verbrachte ich im Grünen, knipste Sonnenauf- und -untergänge, Vögel, Bäume, alles, was mir so vor die Linse kam.

Ich wurde mutiger, ließ die Automatik komplett beiseite und setzte mich intensiv mit den Funktionen meiner Kamera auseinander. Und lernte.

Der Sommer ging zu Ende und auf einmal wollte ich mehr, mehr echte Kamera, wieder zurück in den analogen Teich. Ich erwarb eine gebrauchte Pentax, für die es noch Batterien gab, diverse Objektive flatterten mit ins Haus. Nur bald musste ich leider feststellen, dass Negativentwicklung und Abzüge ein teures Hobby sind. So begann ich die Negative einzuscannen mit einem kostengünstigen Scanner. Die Weiterbearbeitung erfolgte digital.

Aus den Ergebnissen bastelte ich skurrile Bilder. Digital ist für mich immer noch eine Alternative, es macht Spaß, damit Augenblicke festzuhalten.

Trotzdem, ich bin nun bereit einen Schritt weiter zu gehen, selbst zu entwickeln und bald vielleicht auch selbst Abzüge zu machen.

Und da fängt dann der Spaß an. Ausgehend von einer Vielzahl Filme, die auf dem Markt sind, kommt natürlich die eigene Bildgestaltung, Belichtung etc. dazu. Und dann wird es so richtig wild. Im Labor werden die Negative und die Abzüge durch eine Standardprozedur entwickelt. Da ist wenig Spielraum möglich.

Entwickle ich selbst, entstehen einfach durch die Auswahl der Entwicklerflüssigkeit, der Dauer, der Temperatur ganz unterschiedliche Endergebnisse. Fertige ich die Abzüge eigenständig, setze ich noch eine schier unendliche Menge Möglichkeiten obendrauf.

Und das alles in einer Auflösung, die heute nur die besten Digitalkameras schaffen.

Und, um noch einen nicht unerheblichen Schritt weiter zu gehen …. nehme ich, was ich gerade ins Auge fasse, das Mittelformat dazu….

Nein, an dieser Stelle höre ich auf, zu fachsimpeln.

Kurzum, es hat mich gepackt. Und ich freue mich, wenn ich morgen oder spätestens übermorgen die ersten eigenen Negative in Händen halte.

Es wird ein Abenteuer…. vielleicht mögt ihr mich begleiten und es mit mir teilen…

Alice

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